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Weil sich ihr BH abzeichnete, wurde eine Frau gebeten, eine Bibliothek zu verlassen

Style International Redaktion
·Lesedauer: 3 Min.

Eine Frau machte ihrer Wut auf Twitter Luft, nachdem ihr der Zutritt zu einer öffentlichen Bibliothek verweigert worden war, weil ihr „durchschimmernder BH“ gegen die Kleidungsvorschriften verstoße.

Eine junge Frau machte ihrer Wut auf Twitter Luft, nachdem ihr der Zutritt zu einer öffentlichen Bibliothek verweigert worden war, weil ihr „durchschimmernder BH“ gegen die Kleidungsvorschrift verstoße. Foto: Twitter/Syarifah Amin
Eine junge Frau machte ihrer Wut auf Twitter Luft, nachdem ihr der Zutritt zu einer öffentlichen Bibliothek verweigert worden war, weil ihr „durchschimmernder BH“ gegen die Kleidungsvorschriften verstoße. Foto: Twitter/Syarifah Amin

Die malaysische Jura-Studentin Syarifah Amin teilte ihre Geschichte in den sozialen Medien: Die Rezeptionistin und der Sicherheitsbeamte der Bibliothek von Kuala Lumpur hatten ihr den Zutritt verweigert, weil ihr Outfit angeblich inakzeptabel war.

Angeblich sagten sie Syarifah, dass der BH „auffällig“ sei, obwohl sie ein langärmeliges Oberteil trug. Sie fügte hinzu, dass ihre Brustwarzen sichtbar gewesen wären, wenn sie keinen BH getragen hätte.

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„Wie auch immer, ich sagte dem Wachmann und der Rezeptionistin, dass ich zum Lernen gekommen bin“, schrieb sie. „Ich hatte lange Ärmel und trug eine lange Hose. Ich werde keinen ‚Pullover‘ tragen, um meinen BH Abdruck‘ zu verdecken. Ich will einfach nur lernen.“

Studentin “kämpft” sich in die Bibliothek

Die Kleiderordnung der Bibliothek verbietet Unterhemden, kurze Hosen, Röcke über dem Knie und enge Kleidung. Frauen dürfen auch keine „eng anliegenden“ Blusen tragen. Syarifah fuhr fort, sie habe sich „buchstäblich hineingekämpft“ und fügte hinzu: „Sie ließen mich rein, weil sie Angst hatten, ich würde einen Aufstand machen.“

Syarifah teilte Fotos ihres Outfits in den sozialen Medien und fragte, weshalb es als „unangemessen“ angesehen wird. Foto: Twitter/SyarifahAmin
Syarifah teilte Fotos ihres Outfits in den sozialen Medien und fragte, weshalb es als „unangemessen“ angesehen wird. Foto: Twitter/SyarifahAmin

Sie teilte weitere Fotos ihres Outfits und schrieb: „Hier sind ein paar andere Blickwinkel auf meine Kleidung, da manche Kommentare noch immer die Unangemessenheit rechtfertigen.“ Die Bibliothek hat ihr Vorgehen verteidigt und sagte, Besucher müssten sich an die Kleiderordnung halten.

„Also erwarten sie, dass man keinen BH trägt?“, fragte jemand auf Twitter.

Jemand anderes fügte hinzu: „Warum ist das so ein Problem? Ich meine, dein Outfit ist anständig genug!“

„Ich sehe nicht, warum das ‚unangemessen‘ ist, ganz ehrlich, ich hätte das gleiche getan. Es ist eine Bibliothek und wir gehen einfach nur zum Lernen hin, Herrgott noch mal“, schrieb jemand anderes.

Mehr Selbstliebe und weniger Schönheitswahn

Syarifah antwortete: „Wem sagst du das…Und es ist eine Bibliotheeeek, ich trage die züchtigste, unattraktivste Kleidung, um mich wohl zu fühlen. Und wovor haben sie Angst? Dem männlichen Blick?“

Jemand anderes schrieb: „Völlig absurd, dass du das ertragen musstest. Gruselige Besessenheit, den Körper von Frauen zu überwachen, die Art, wie sie sich kleiden. Wie sind wir hierher gekommen und wie kommen wir wieder raus? Ich bin froh, dass du dich gewehrt hast (aber frustrierend, dass du das überhaupt tun musstest).“

Auch Kritik an der Studentin

Aber manche Twitter-User waren nicht auf Syarifahs Seite. Jemand antwortete: „Du lernst besser zu Hause, wenn du dich nicht an die Vorschriften halten kannst…“

Fila Magnus, das malaysische Mitglied des Commonwealth Youth Gender Equality Network (CYGEN), ein Netzwerk von Jugendlichen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, sagte, der Vorfall sei „entmutigend“: „Während die Welt lernt, mit einer neuen Norm zu leben, ist es entmutigend, wie sich Malaysia weiterhin an eine ‚Norm‘ klammert, die es nicht loslassen will“, sagte Fila der South China Morning Post.

„Einer jungen Frau wegen einem sichtbaren BH den Zugang zu einer öffentlichen Einrichtung zu verwehren, zeigt uns sehr deutlich, dass es wichtiger ist, zu regeln, was eine Frau trägt, als ihr ihre Rechte als Bürgerin zu gewähren, nämlich den öffentlichen Raum zum Lernen zu nutzen – wie es ihr eigentlich möglich sein sollte.“

Marni Dixit

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