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Weil die Energiekosten steigen und der Bitcoin-Preis sinkt, verkaufen große Krypto-Miner Token mit einem Abschlag

Krypto-Miner leiden aktuell unter den hohen Strompreisen. - Copyright: Marco Bello/Getty Images
Krypto-Miner leiden aktuell unter den hohen Strompreisen. - Copyright: Marco Bello/Getty Images

Die Energiepreise schießen in die Höhe, gleichzeitig stürzen die Kryptopreise ab. Das stellt einige große Mining-Unternehmen vor finanzielle Schwierigkeiten. Börsennotierte Unternehmen haben bereits ihre geminten Token mit einem starken Abschlag verkauft, um mit Bitcoin unterlegte Kredite zurückzuzahlen und laufende Kosten zu decken. Es drohen Insolvenzen.

Die Stromkosten steigen weltweit stark an, unter anderem in Folge höherer Preise für Erdgas und Kohle durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. In Deutschland sind die Strompreise gegenüber 2021 um durchschnittlich 20 Prozent gestiegen laut dem Vergleichsportal Verivox. Gleichzeitig ist der Bitcoin-Kurs seit seinem Allzeithoch im November um fast 70 Prozent eingebrochen und liegt nun bei 21.000 US-Dollar.

Diese beiden Faktoren haben die Rentabilität der Krypto-Mining-Unternehmen in den Keller gedrückt. Denn um die Token zu schürfen, verwenden die Unternehmen Supercomputer, die große Mengen an Energie verbrauchen.

Steigende Kosten bei sinkenden Einnahmen

"Stromkosten machen etwa 79 Prozent der laufenden Kosten von Bitcoin-Minern aus", sagt Alexander Neumüller, der Projektleiter des Bitcoin Electricity Consumption Index der Universität Cambridge, zu Business Insider. "Sie sind im Wesentlichen mit steigenden Kosten und einem steilen Rückgang der Einnahmen konfrontiert."

Die Miner versuchen, ihre Gewinne zu steigern, indem sie die Kosten senken und einen Teil ihrer Bitcoins verkaufen – und das, obwohl der Bitcoin-Preis auf dem niedrigsten Stand seit 18 Monaten ist.

"Unternehmen mit variablen Stromtarifen werden wahrscheinlich ihre Maschinen während der Spitzenpreise abschalten müssen. Das kann ein paar Stunden oder sogar Tage dauern", sagt Matt Schultz von CleanSpark. "Eine Reihe von börsennotierten Minern, die früher alle ihre Coins hielten, sind gezwungen, zu verkaufen, einige mit ziemlich hohen Abschlägen", fügt der Mitgründer des Nasdaq notierten Bitcoin-Mining-Unternehmens hinzu.

Kein "Mine-to-Hold" mehr

Riot Blockchain verkaufte beispielsweise 250 der 466 Bitcoins, die es im Mai geschürft hatte, um rund 7,5 Millionen Dollar einzunehmen, während Marathon Digital nicht ausschließen wollte, zum ersten Mal seit Oktober 2020 Bitcoin zu verkaufen.

Selbst diese größeren Akteure halten allerdings nicht genug Bitcoin, um den Preis des Tokens nennenswert zu bewegen. Analysten sagen trotzdem, dass einige Mining-Unternehmen insolvent gehen könnten, wenn ihre Gewinne weiter einbrechen oder wenn sie mit Bitcoin unterlegte Kredite aufgenommen haben.

"Viele Miner haben hoch verzinste Kredite aufgenommen, um ihre Mine-to-Hold-Strategie während des Bullenmarktes zu finanzieren", sagt Sami Kassab, Analyst beim Forschungsunternehmen Messari Crypto, zu Business Insider. "Einige dieser Unternehmen stehen jetzt vor der Liquidation und könnten möglicherweise untergehen."

Daher richten sich aktuell alle Augen auf die Mining-Unternehmen, die Bitcoin-unterstützte Kredite aufgenommen haben. Diese werden laut J. P. Morgan wahrscheinlich weiterhin Bitcoin mit einem Abschlag verkaufen müssen.

Hobby-Miner auch betroffen

"Der Verkauf von Bitcoins durch Miner, um die laufenden Kosten zu decken oder Schulden abzubauen, könnte sich im dritten Quartal fortsetzen, wenn sich ihre Rentabilität nicht verbessert", so ein Team von J.P. Morgan unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou in einer Mitteilung.

Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass der Anstieg der Energiekosten und der Einbruch des Kryptomarktes kleinere Akteure in der Krypto-Mining-Branche verdrängen werden. Laut Neumüller von der Universität Cambridge ist es unwahrscheinlich, dass Hobby-Miner derzeit einen Gewinn erzielen.

"Vielleicht gibt es Leute, die aus ideologischen Gründen schürfen, aber die Branche ist sehr wettbewerbsintensiv", sagt er. "Es ist schwer vorstellbar, dass jemand, der ein paar Maschinen in seinem Haus oder seiner Garage aufstellt, noch Gewinn macht."

Dieser Artikel wurde von Ben Peters aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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