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Wegen Trump: US-Amerikaner googeln dieses deutsche Wort

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.
Viele US-Amerikaner wunderten sich über das vermehrte Auftauchen dieses deutschen Wortes. (Symbolbild: Getty)
Viele US-Amerikaner wunderten sich über das vermehrte Auftauchen dieses deutschen Wortes. (Symbolbild: Getty)

Donald Trump steckte sich schließlich doch mit dem Coronavirus an. Und das Internet sieht darin eine Fügung des Schicksals und gebraucht dafür ein ganz bestimmtes deutsches Wort.

Das US-Amerikanische Englisch hat einige Begriffe aus dem Deutschen übernommen. Kindergarten zum Beispiel, Rucksack oder Angst. Doch ein Wort wurde und auffällig vermehrt gegoogelt und das lag an Donald Trumps Corona-Infektion. Im Englischen gibt es nämlich keine Entsprechung für das Gefühl, sich über das Missgeschick eines anderen zu freuen. Im Deutschen schon. Und so wurde “Schadenfreude” zu Hashtag, Twittertrend und Google-Suchbegriff.

Der berühmte Wörterbuch-Verlag Merriam-Webster hatte am Freitag berichtet, dass die Suchanfragen für die Begriffserklärung auf der Homepage um mehr als 30.000 Prozent gestiegen seien. Kurz zuvor war die Corona-Erkrankung der US-Präsidenten öffentlich gemacht worden.

Das nun ausgerechnet dieses Wort als Reaktion auf die potenziell lebensbedrohliche Erkrankung eines Staatsführers so populär ist, hat Trump sich selbst zuzuschreiben. Über Monate hinweg hatte er die Corona-Pandemie heruntergespielt, wichtige Maßnahmen wie das Tragen einer Maske und die Einhaltung von Hygiene-Abstand weder selbst eingehalten, noch entsprechend politisch durchgesetzt. Dass nun ausgerechnet Donald Trump selbst nach zahlreichen Massenveranstaltungen im Wahlkampf sich mit dem Covid-19-Virus infizierte, wirkte auf viele Kritiker des US-Präsidenten wie Karma. Dementsprechend hielten sie mit dem Begriff Schadenfreude auf den Sozialen Medien nicht hinterm Berg. “Ich wurde positiv getestet.... auf Schadenfreude”, schrieb dieser User.

Ein anderer legte dem Virus leicht abgewandelt Trumps eigene Worte zu seinen Übergriffen an Frauen in den “Mund”: “Ich habe mich auf ihn gestürzt wie eine Schlampe. Ich hab nicht einmal gefragt. Wenn man berühmt ist, kann man das machen.”

Trump selbst kann sich über die vielen Beiträge, die sich über seine Erkrankung amüsierten, kaum beschweren. Schließlich ist er selbst nicht gerade als empathisch bekannt. Im Zusammenhang mit dem deutschen Wort tauchte oftmals ein Clip auf, der Trump dabei zeigt, wie er sich über einen Journalisten mit Behinderung lustig macht. Oder auch das Video, in dem er sich im Wahlkampf 2016 über seine erkrankte Konkurrentin Hillary Clinton lustig macht.

Auch in Deutschland wurde der Hashtag #Schadenfreude zahlreich verwendet. Zwischenzeitlich wurde das Wort hier sogar zum Twittertrend. Viele User allerdings fanden den Gebrauch des Wortes pietätlos: Trotz aller politischer Unterschiede solle man dem US-Präsidenten lieber eine baldige Genesung wünschen, anstatt sich über sein Schicksal zu mokieren.

Video: Erkrankter Trump grüßt Fans aus Auto - Anhänger flippen aus