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Wegen seiner Herkunft und sexuellen Orientierung: Ex-Vorstand Sadiq Gillani berichtet von Anfeindungen bei Lufthansa

·Lesedauer: 2 Min.

"Ich musste aus der Gruppe herausstechen, um hineinzupassen und akzeptiert zu werden", lernte Sadiq Gillani schon früh in seiner Jugend. Als Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer in London erlebte er, was es heißt, anders zu sein. Seine Mutter, eine Krankenschwester, tat alles, um ihrem einzigen Kind gute Chancen im Leben zu ermöglichen. Er nutzte seine Chancen auf Bildung. Nach zwei Abschlüssen mit Auszeichnung in Cambridge und einem MBA-Abschluss in Harvard ging Gillani in die Airline-Industrie.

Für unterschiedliche Fluggesellschaften arbeitete er in Sydney, Rio de Janeiro, Johannesburg, New York. 2011 kam der Experte nach Deutschland: Der damalige Lufthansa-Chef Christoph Franz holte ihn als Strategen an Bord. Mit 32 Jahren wurde Gillani zum jüngsten Strategievorstand, den der Konzern je hatte. Deutsch sprach er nicht. Für ihn war es ein Traumjob - bei dem er jedoch erfahren musste, was es heißt, aus der Gruppe herauszustechen - und kaum Akzeptanz zu finden.

"45 der obersten Führungskräfte waren Deutsche und älter als 50"

Gillani, heute Senior Vice President bei der Fluggesellschaft Emirates, berichtete davon in einem Vortrag an der Stanford Graduate School of Business, an der er als Dozent lehrt. "Ich erinnere mich an meine erste Sitzung mit den 50 obersten Führungskräften", schildert er eine seiner ersten Erfahrungen bei Lufthansa. "45 von ihnen waren Deutsche und älter als 50. Sie waren wegen mir gezwungen, erstmals in einem Meeting Englisch zu sprechen."

Er träumte davon, Lufthansa internationaler zu machen und die Kultur zu öffnen. Es war ein Weg, der für ihn gepflastert war mit Widrigkeiten: Dazu zählten homophobe Witze und Anfeindungen, wie er in einem Interview mit dem Spiegel berichtet.

Bei Lufthansa sei hinsichtlich kultureller Offenheit noch viel Luft nach oben, sagt er im Interview. Er hat 124 Länder der Welt bereist und auf vielen Kontinenten gearbeitet. Ohne Offenheit und Diversität, sagt er, sei kein Unternehmenserfolg möglich.

jsk

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