Deutsche Märkte geschlossen

Wegen hoher Kosten: 3600 Euro netto im Monat reichen nicht mehr, laut Sparkasse

Die Kosten für Lebensmittel sind in Deutschland dieses Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen. - Copyright: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON
Die Kosten für Lebensmittel sind in Deutschland dieses Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen. - Copyright: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON

Die Sparkassen haben angesichts der explodierenden Preise für Energie und Nahrungsmittel eine düstere Entwicklung für die kommenden Monate vorausgesagt. Nach den Berechnungen der Bankengruppe verbrauchen bereits jetzt 60 Prozent der Haushalte ihre gesamten monatlichen Einkünfte und teils auch Ersparnisse, nur um die Lebenshaltungskosten zu decken. Das gab Helmut Schleweis, der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, auf einer Pressekonferenz bekannt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete.

Die aktuelle Auswertung der Bilanzen von mehr als 300.000 Firmenkunden ergab, dass Haushalte, die monatlich weniger 3600 Euro netto verdienen, angesichts der aktuellen Lage am Monatsende kein Geld mehr übrig haben. Daher müssten immer häufiger die Ersparnisse hinhalten. Schleweis riet der Bundesregierung dringend dazu, diese Einkommensgruppen bei den Entlastungspaketen, die bald kommen sollen, zu berücksichtigen. Ein zurückhaltendes Konsumverhalten werde sich schließlich auch negativ auf den Einzelhandel und die allgemeine Wirtschaft hierzulande auswirken.

Nicht nur Privathaushalte, sondern auch Firmen könnten in Folge der Inflation und der hohen Energiepreise an ihre existenziellen Grenzen geraten, so Schleweis. Die Sparkassen appellieren daher, die Energiepreise zu begrenzen. Haushalte und Unternehmen müssten auch ihren Teil leisten und mindestens 20 Prozent Energie einsparen und vermehrt auf erneuerbare Energien setzen.

Margarethe_Honisch
Margarethe_Honisch

LH

VIDEO: Tipps zum Strom- und Geld sparen