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WDH: Weder Nabu noch Land rechnen mit juristischem Aus für Ostseetunnel

·Lesedauer: 1 Min.

(Im letzten Absatz wurden die geschätzten Kosten des Ostseetunnels korrigiert. Sie betragen 7,1 rpt 7,1 Milliarden Euro)

LEIPZIG/KIEL (dpa-AFX) - Umweltschützer und das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium haben sich nach Ende der mündlichen Verhandlung über Klagen gegen die Fehmarnbeltquerung zuversichtlich geäußert. "Wir werden das Projekt wahrscheinlich nicht komplett verhindern, können aber in vielen Punkten für einen besseren Umweltschutz sorgen", sagte Malte Siegert vom klagenden Naturschutzbund Nabu am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das auf deutscher Seite für die Planung des Tunnels zuständige schleswig-holsteinische Umweltministerium zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der fünftägigen Verhandlung. "Ich sehe nach wie vor keine großen Hürden für das Projekt", sagte Staatssekretär Thilo Rohls der dpa.

Das Gericht will seine Entscheidung am 3. November verkünden. Die Richter hatten seit dem 22. September über die Klagen des Nabu, des Aktionsbündnisses gegen eine feste Fehmarnbeltquerung und mehrerer Fährunternehmen (Az.: BVerwG 9 A 7.19 u.a.) verhandelt. Ab Dienstag soll in einer zweiten Runde über Klagen der Stadt Fehmarn und eines Landwirts verhandelt werden.

Der deutsch-dänische Tunnel soll Fehmarn und Lolland verbinden. Dänemark wird ihn auf eigene Kosten von geschätzt 7,1 Milliarden Euro planen, bauen und betreiben.