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WDH/Nach Nachfrageflaute: Qiagen erwartet moderates Wachstum

(Technische Wiederholung)

VENLO (dpa-AFX) - Die allgemeine Nachfrageflaute in der Biotechindustrie nach der Pandemie hat auch Qiagen NL0015001WM6 im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. Umsatz und Ergebnis des Diagnostikspezialisten und Laborzulieferers gingen zurück, doch zum Jahresende ging es erstmals seit mehreren Quartalen wieder aufwärts. 2024 will der Dax DE0008469008-Konzern nun zumindest wieder leicht wachsen. Dabei setzt der Vorstand um Chef Thierry Bernard vor allem auf die zweite Jahreshälfte Auch die Profitabilität soll sich leicht verbessern, trotz voraussichtlich geringerer Zinserträge, einer höheren Steuerquote sowie Investitionen in das Bioinformatik-Geschäft, wie Qiagen am Dienstagabend mitteilte.

"Wir haben das Jahr 2023 mit starken Ergebnissen im vierten Quartal abgeschlossen", sagte Finanzchef Roland Sackers der Mitteilung zufolge. "Unser Umsatzwachstum erreichte im Branchenvergleich eine Spitzenposition, bei solider Profitabilität." Im letzten Jahresviertel steigerte der Konzern seinen Erlös unerwartet stark um zwei Prozent, wobei auch die Umrechnung in Euro half. Währungsbereinigt lag das Plus bei einem Prozent. Angesichts der schwachen ersten neun Monate ging der Erlös auf Jahressicht aber nominal um acht Prozent auf rund 1,97 Milliarden Dollar (1,83 Mrd Euro) zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie sank um 13 Prozent auf 2,07 Dollar, die für die Konzernprognose maßgebliche währungsbereinigte Kennziffer lag bei 2,09 Dollar.

Damit traf der Konzern die im Sommer gesenkten Ziele und in etwa die Erwartungen am Markt. Der Vorstand war seinerzeit von seinen ursprünglichen Annahmen zurückgerudert, da die Nachfrage nach Corona-Tests stärker zurückging als erwartet. Erschwerend für die breitere Zuliefererbranche kam eine langanhaltende Investitionszurückhaltung der Kunden hinzu, die zunächst ihre in der Pandemie stark aufgestockten Bestände wieder abbauten. Zudem lief allgemein das China-Geschäft schwach.

Gleichwohl schlug sich Qiagen in den vergangenen Monaten vergleichsweise gut. Das lag vor allem am Wachstum im Kerngeschäft und den zuletzt wieder anziehenden Verbrauchsmaterialien, die inzwischen mehr als 85 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. Hierzu zählen etwa Reagenzien und Diagnostik-Tests. So trug auch der wichtige Tuberkulosetest Quantiferon mit einem Umsatzplus von fast einem Viertel im vergangenen Jahr erheblich zum Wachstum bei. Das Nicht-Covid-Geschäft wuchs um acht Prozent.

Auch im neu angelaufenen Jahr sollen die Verbrauchsmaterialien maßgeblich das Wachstum anschieben. Der Verkauf von Geräten bleibe aber weiter herausfordernd, hieß es von Qiagen weiter. Damit reiht sich der Vorstand in eine Reihe von eher vorsichtigen Ausblicken aus der Branche ein. Das Management peilt nun währungsbereinigt einen kleinen Umsatzanstieg auf mindestens 2 Milliarden Dollar an. Dabei sei ein "solides Umsatzwachstum" im Nicht-Covid-Portfolio im mittleren einstelligen Prozentbereich im zweiten Halbjahr zu erwarten. Finanzchef Sackers hatte bereits vor Monaten verkündet, dass Covid-Umsätze bei Qiagen in diesem Jahr kaum noch eine Rolle spielen dürften. Hier wird nun der Mitteilung zufolge für 2024 lediglich noch ein Rückgang um einen Prozentpunkt erwartet.

Der um Währungs- und Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie (bereinigtes EPS) soll 2024 bei mindestens 2,10 Dollar herauskommen. Die bereinigte operative Marge dürfte im Vergleich zu 2023 um mindestens einen Prozentpunkt auf mehr als 28 Prozent steigen. Dabei erwartet der Vorstand eigenen Angaben zufolge jedoch auch "erheblichen Druck" auf die außerbetrieblichen Erträge: So dürften geringere Zinserträge und die steigende Steuerlast positive Effekte aus dem kürzlich abgeschlossenen synthetischen Aktienrückkauf über 300 Millionen Dollar überwiegen, hieß es.