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WDH/INDEX-FLASH: Geopolitische Spannungen sorgen zunehmend für Unruhe

(Tippfehler in der Überschrift behoben: zunehmend)

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Die wieder stärker in den Vordergrund rückenden geopolitischen Spannungen belasten am Dienstag den deutschen Aktienmarkt zunehmend. Der Dax <DE0008469008> sank am frühen Nachmittag bis auf 13 335 Punkte und verbuchte etwas darüber zuletzt noch einen Abschlag von 0,9 Prozent beim Stand von 13 363 Punkten. Damit notiert das Barometer auch wieder unter der unlängst erst überwundenen 50-Tage-Linie als Indikator für den mittelfristigen Trend. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone gab zuletzt um rund ein Prozent nach auf 3671 Zähler.

Im Fokus steht ein möglicher Besuch von Nancy Pelosi, der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, in Taiwan noch an diesem Tag, der am Markt für Unruhe sorgt. Es wäre die ranghöchste Visite eines US-Politikers seit einem Vierteljahrhundert in der demokratischen Inselrepublik, die die kommunistische Führung in China als Teil der Volksrepublik ansieht. Pelosi würde sich mit der Visite in Taipeh über Warnungen aus Peking hinwegsetzen, in denen auch mögliche militärische Gegenmaßnahmen angedroht wurden.

Laut dem Kapitalmarktstrategen Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets wäre ein Treffen Pelosis mit der taiwanesischen Regierung brandgefährlicher Zündstoff, militärische Schritte seien nicht ausgeschlossen. "Die Anleger müssten folglich einen weiteren geopolitischen Ausnahmezustand verarbeiten", mahnte der Experte.

Auch wenn die Mehrheit der Investoren derzeit nicht von einer militärischen Eskalation zwischen den USA und China ausgehe, könnte es trotzdem ein Fehler sein, die Situation zu verharmlosen, schrieb Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets und ergänzte: "Ein Angriff Russlands auf die Ukraine wurde auch mehrheitlich als nicht wahrscheinlich angesehen."

Nach den Verlusten von Anfang Juni bis Anfang Juli mit einem Jahrestief von etwas unter 12 400 Punkten hatte der Dax einen starken Monat Juli folgen lassen und bis zum Vortag die Hälfte der Verluste aufgeholt. Anleger hatten darauf gesetzt, dass die US-Notenbank bei einer sich abkühlenden Konjunktur die geldpolitische Straffung nicht mehr ganz so stark forcieren könnte. Nun aber neigen die Investoren angesichts der neuen geopolitischen Spannungen in Asien dazu, um riskantere Anlagen wie Aktien erneut einen Bogen zu machen und Zuflucht zu suchen in vermeintlich sicheren Anlageklassen wie Anleihen oder zuletzt auch wieder Gold.

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