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WDH: IEA erwartet Einbruch der russischen Ölförderung

(Tippfehler beseitigt.)

PARIS (dpa-AFX) - Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) dürften die Sanktionen westlicher Industriestaaten gegen Russland einen Einbruch der russischen Ölförderung zur Folge haben. Im kommenden Jahr könnte die durchschnittliche Fördermenge unter die Marke von zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag sinken, wie aus dem Monatsbericht des Interessenverbands führender Industriestaaten hervorgeht, der am Dienstag in Paris veröffentlicht wurde.

Bis Ende März kommenden Jahres gehen die IEA-Experten davon aus, dass die russische Fördermenge um fast 2 Millionen Barrel unterhalb des Vorkriegsniveaus liegen dürfte. Im Schnitt wird erwartet, dass die tägliche Produktion an russischem Erdöl im kommenden Jahr etwa 9,6 Millionen Barrel betragen werde. Zwar habe Russland in der Zeit seit dem Beginn des Kriegs gegen die Ukraine im Februar mehr als eine Million Barrel Rohöl pro Tag in die Abnehmerländer Indien, China und Türkei umgeleitet, hieß es in dem Bericht. Dies reiche aber nicht, um die weggebrochenen Lieferungen in westliche Industriestaaten vollständig auszugleichen.

Zudem seien die Lieferungen nach Indien, China und Türkei zuletzt nicht weiter gewachsen, wie aus dem Bericht hervorgeht. Daraus könne geschlossen werden, dass diese Staaten möglicherweise nicht noch mehr russisches Öl importieren können.

Unter anderem hat die Europäische Union (EU) ein Ölembargo gegen Russland beschlossen. Das Embargo tritt für Rohöl im Dezember und das für Ölprodukte im kommenden Februar in Kraft. Damit werden russische Öllieferungen über den Seeweg in die EU unterbunden.

Wie aus dem IEA-Monatsbericht weiter hervorgeht, sind die Ölreserven der Industriestaaten zuletzt stark gesunken. Die Lagerbestände seien auf den tiefsten Stand seit 2004 gefallen. Die Ölmärkte würden zwar bis in den Winter "fein ausbalanciert bleiben", schreiben die Experten. Das Näherrücken des EU-Embargos für russisches Öl und Ölprodukte werde aber den Druck an den Märkten weiter erhöhen.