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WDH/Ex-Chef: Zeitpunkt der Berichte über UN-Hilfswerk politisch bestimmt

(Im ersten Satz des Leadabsatzes wurde präzisiert, dass Matthias Schmale früherer Chef des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA im Gazastreifen war.)

BERLIN (dpa-AFX) - Der frühere Chef des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA im Gazastreifen, Matthias Schmale, hält den Zeitpunkt der kritischen Berichte über Mitarbeiter der Organisation für politisch motiviert. Die Berichte seien kurz nach der Verkündung des Urteils des Internationalen Gerichtshofs aufgekommen, sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk. Zwölf Mitarbeitern des Hilfswerks im Gazastreifen wird eine Beteiligung am Massaker der islamistischen Hamas in Israel am 7. Oktober vorgeworfen. Schmale sagte, es sei durchaus möglich, dass jene Mitarbeiter beteiligt gewesen seien, die Berichte überraschten ihn nicht. "Aber der Zeitpunkt kommt mir doch sehr politisch bestimmt vor", betonte er.

Schmale hält es nicht für wahrscheinlich, dass etwa zehn Prozent aller rund 12 000 im Gazastreifen beschäftigten Mitarbeiter des Hilfswerks Verbindungen zur Hamas oder dem Islamistischen Dschihad haben sollen, wie das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf ein israelisches Geheimdienstdossier berichtet hatte. Zwar gebe es unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Leute, die für Hamas Sympathien hätten. "Aber wir haben auch in meiner Zeit immer sehr genau beobachtet, wie Leute arbeiten, wie sie sich verhalten, ob sie sich Uno-Werten konform verhalten und Maßnahmen ergriffen, wenn wir verstanden haben, dass das nicht der Fall ist."

Damals habe man im Zeitraum von fast vier Jahren acht Leute "vor die Tür gesetzt" - nicht nur wegen Verbindungen zur Hamas, sondern wegen Verhaltensweisen, die nicht mit den Werten der Vereinten Nationen übereinstimmten, sagte Schmale. Das sei eine wesentlich kleinere Prozentzahl. "Ich halte das, was jetzt im "Wall Street Journal" erschienen ist, für total übertrieben".

Israel hatte dem Hilfswerk die Informationen zu den fraglichen Mitarbeitern übermittelt. Sie wurden entlassen, Ermittlungen wurden eingeleitet. UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich entsetzt und drohte den Betroffenen mit strafrechtlichen Konsequenzen.

Bei den Angriffen am 7. Oktober hatten Terroristen der im Gazastreifen herrschenden Hamas und anderer extremistischer Palästinensergruppen Israel mehr als 1200 Menschen ermordet - der Auslöser des Gaza-Kriegs.