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WDH/Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich erneut ein

(Tippfehler in der Überschrift berichtigt)

MANNHEIM (dpa-AFX) - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich vor allem wegen der hohen Inflation erneut verschlechtert. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW fiel im August gegenüber dem Vormonat um 1,5 Punkte auf minus 55,3 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Oktober 2008. Analysten hatten hingegen mit einem leichten Anstieg auf minus 52,7 Punkten gerechnet.

Die Bewertung der Konjunkturlage ging ebenfalls zurück. Sie fiel um 1,8 Punkte auf minus 47,6 Zähler. Volkswirte hatten hier mit minus 49,0 Punkten gerechnet.

"Die Finanzmarktexpertinnen und -experten erwarten somit für Deutschland eine weitere Verschlechterung der ohnehin schwachen Konjunktursituation", kommentiert Michael Schröder, Wissenschaftler im ZEW und Leiter der Umfrage. "Die nach wie vor hohe Zunahme der Konsumentenpreise und die erwarteten zusätzlichen Kosten für Heizung und Strom belasten derzeit vor allem die Aussichten für die konsumnahen Wirtschaftsbereiche."