Deutsche Märkte schließen in 5 Stunden 12 Minuten
  • DAX

    14.513,72
    +23,42 (+0,16%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.980,74
    -3,76 (-0,09%)
     
  • Dow Jones 30

    34.395,01
    -194,76 (-0,56%)
     
  • Gold

    1.813,30
    -1,90 (-0,10%)
     
  • EUR/USD

    1,0539
    +0,0010 (+0,0948%)
     
  • BTC-EUR

    16.102,55
    -233,25 (-1,43%)
     
  • CMC Crypto 200

    402,35
    -3,80 (-0,93%)
     
  • Öl (Brent)

    81,02
    -0,20 (-0,25%)
     
  • MDAX

    26.241,90
    +287,19 (+1,11%)
     
  • TecDAX

    3.155,30
    +20,48 (+0,65%)
     
  • SDAX

    12.673,71
    +118,70 (+0,95%)
     
  • Nikkei 225

    27.777,90
    -448,18 (-1,59%)
     
  • FTSE 100

    7.544,58
    -13,91 (-0,18%)
     
  • CAC 40

    6.738,58
    -15,39 (-0,23%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.482,45
    +14,45 (+0,13%)
     

WDH/Bericht: Irans Polizei setzt Drohnen zur Kontrolle der Proteste ein

(Im vierten Absatz muss es richtig heißen siebte rpt siebte Woche.)

TEHERAN (dpa-AFX) - Die iranische Polizei setzt einem Medienbericht zufolge Drohnen ein, um die systemkritischen Proteste zu kontrollieren. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim - die als Sprachrohr der iranischen Revolutionsgarden gilt - sollen die Drohnen besonders den Spezialeinheiten dabei helfen, das Geschehen effektiver zu beobachten und auch von Demonstranten selbstgebastelte Bomben ausfindig zu machen. Um welche Drohnen es sich bei den Polizeieinsätzen handelt, ließ Tasnim offen.

Die Polizei und Sicherheitskräfte behaupten, dass die Demonstranten vermehrt mit Molotowcocktails öffentliche Einrichtungen in Brand setzen. Auch seien einige von ihnen bewaffnet und hätten in den vergangenen Wochen mindestens 27 Sicherheitskräfte getötet. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Beobachter sehen Gewaltbereitschaft aufseiten der Demonstranten jedoch als eine Reaktion auf das brutale Vorgehen der Polizei.

Der Tod der 22 Jahre alten iranischen Kurdin Mahsa Amini Mitte September gilt als Auslöser der seit Wochen anhaltenden Massenproteste im Iran gegen den autoritären Kurs der Regierung. Die Vereinten Nationen zeigten sich zuletzt "zunehmend besorgt" über Berichte über tote Demonstranten. "Wir verurteilen alle Vorfälle, die den Tod oder ernste Verletzungen von Protestierenden zur Folge haben, und betonen erneut, dass Sicherheitskräfte alle nicht notwendige oder unangemessene Gewalt gegen friedliche Demonstranten unterlassen müssen", sagte ein UN-Sprecher am Freitag (Ortszeit) in New York.

Die Proteste im Iran gehen mittlerweile in ihre siebte Woche und bislang hat der Sicherheitsapparat es nicht geschafft, sie unter Kontrolle zu bringen. Es wird daher befürchtet, dass die iranische Führung demnächst auch das Militär und die Revolutionsgarden gegen die Demonstranten einsetzen könnte.

Teheran macht die "Feinde" des Landes, allen voran die Erzfeinde USA und Israel, für die Unruhen verantwortlich. Diese hätten im Iran Söldner angeheuert, um das islamische Herrschaftssystem zu schwächen. Die Forderung der Bürger nach mehr Freiheit wurde bislang als ausländische Verschwörung bezeichnet - und ignoriert.