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WDH: Analyse: Milliardenverluste für den Staat durch Tarifflucht

(Leadsatz neu formuliert)

BERLIN (dpa-AFX) - Durch Tarifflucht von Arbeitgebern verliert der Staat nach einer DGB-Analyse Milliardeneinnahmen. Für die Sozialkassen und den Fiskus entstehen jährlich Verluste von rund 130 Milliarden Euro, wie aus Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Tarifflucht ist der Versuch eines Arbeitgebers, einen Tarifvertrag zu unterlaufen und so Löhne und Gehälter zu bezahlen, die niedriger als die tariflich vereinbarten sind. Daraus folgen laut DGB gleichzeitig weniger Einzahlungen in die Sozialversicherungen - also geringere Einnahmen bei der Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung. Auch die Einnahmen aus der Einkommensteuer fielen geringer aus. Ebenso werde die Kaufkraft in erheblichem Ausmaß geschmälert.

Der DGB kritisierte, dass nur noch rund die Hälfte aller Beschäftigten von tarifvertraglichen Regelungen und ihrem Schutz profitierten. "Dieser Trend gefährdet unseren Wohlstand, schwächt die Demokratie und kommt uns teuer zu stehen", sagte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi. "Wir werden weiter Druck machen auf die politischen Akteure in den Ländern und im Bund, damit sie sich für mehr Tarifbindung einsetzen - auch durch neue gesetzliche Regelungen." Denn der volkswirtschaftliche Schaden durch Tarifflucht über drei Jahrzehnte hinweg sei enorm. "Das darf die Politik nicht länger ignorieren."