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Warum sind die Energiepreise aktuell so hoch?

·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 3 Min.

Die Kosten für Benzin, Öl und Gas steigen scheinbar unaufhaltsam. Doch was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Hand refilling the car with fuel at the refuel station, the concept of fuel energy
Symbolbild: Getty Images

Die Energiepreise kennen momentan nur eine Richtung: Sie steigen nach oben. Die Folgen spüren Produzenten und Verbraucher gleichermaßen: Sie müssen für Benzin, Gas und Strom tiefer in die Tasche greifen. Nicht zuletzt ist an den Energieosten die Währungsstabilität gekoppelt. Derzeit erleben wir die höchste Inflationsrate seit Jahrzehnten. Die Entwicklung ist Besorgnis erregend, was aber sind ihre Ursachen?

Was sind die Gründe für die hohen Energiepreise?

Mehrere Faktoren führen zum Anstieg der Energiepreise. Zum einen sind fossile Energieträger, allen voran das Öl, ein knappes Gut. Zwar produzieren das Ölkartell Opec und die Förderländer Opec+ seit August monatlich 400.000 Barrel (jeweils 159 Liter) mehr Öl. Es ist aber nicht genug, um die ebenfalls gestiegene Nachfrage nach dem Einbruch infolge der Corona-Krise zu decken. Damit ist der Energieträger rar und folglich teuer.

Die Welt hat Hunger nach Gas

Auch die hohen Gaspreise haben ihre Ursache in der Knappheit dieses Energieträgers. Die Nachfrage übersteigt auch hier das Angebot. Der letzte Winter war kalt, die Verbraucher benötigten mehr Gas für Heizungswärme. Die Lagerbestände sanken und wurden im Sommer nicht hinreichend wieder aufgefüllt. Förderländer wie allen voran die USA liefern das Gas eher nach Asien, wo sie größere Umsätze erzielen als in Europa. Vor allem China treibt mit seinem gestiegenen Gasbedarf infolge der wirtschaftlichen Erholung nach Corona die Preise in die Höhe. 

Was hat das Wetter mit dem Energiepreis zu tun?

Der Gasmangel hängt wesentlich auch mit dem Wetter in diesem Jahr zusammen, wie Oliver Hummel, Vorstand von Naturstrom AG, in einem Interview mit der Online-Portal Energiezukunft, erklärt. "Da aufgrund der Hitzewelle auch die Wasserkraftwerke nicht in gewohnter Weise Strom produzieren konnten, was auch in anderen Ländern, z.B. Brasilien und USA ein Problem war, stieg deren Nachfrage nach Flüssiggas massiv an."

Welche Rolle spielen Russland und andere Förderländer?

Ferner hätten Wartungsarbeiten bei europäischen Gasförderländern wie Norwegen dazu geführt, dass die Gaslager verhältnismäßig leer sind, fügt Hummel hinzu. Nicht zuletzt ist die stockende Lieferung aus Russland aufgrund der ausstehenden Betriebsgenehmigung für die Ostsee-Pipeline NordStream 2 der Grund für die Knappheit des Energieträgers. Und offenbar drückt der Kreml bei der Gasversorgung zusätzlich" auf die Bremse", wie der Experte vermutet, damit Europa die Erlaubnis für das Mammutprojekt erteilt.

Darum ist der CO2-Emissionshandel preistreibend

Die steigenden Energiepreise sind auch mit der veränderten Situation beim europäischen CO2-Emissionshandel zu erklären. Das Preisniveau für CO2-Zertifikate, mit denen sich Unternehmen sozusagen Verschmutzungsrechte erkaufen, lag im September dieses Jahres laut des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft bei 63 Euro pro Tonne CO2. Zum Vergleich: Anfang 2017 hatte die Tonne noch rund fünf Euro gekostet. Tendenz weiter steigend, meint der Verband. Damit hat das im Grunde lobenswerte Ziel der EU, nämlich mit der Preisschraube beim Emissionshandel den CO2-Ausstoß zu senken, eine Kehrseite: Mit den höheren Kosten für die Verschmutzungsrechte verteuert sich auch die fossile Energie.

Video: Warum Gas und Energie in Europa immer teurer werden und was Paris tut

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