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Warum Orangen grün sein dürfen

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Zur kalten, dunklen Jahreszeit sind Orangen hierzulande äußerst beliebt. Doch die sonnig-orangefarbene Schale sollte beim Kauf besser keine Rolle spielen.

Close-Up Of Oranges On Wooden Table
Verbraucher greifen in der Regel lieber zu orangefarbenen Orangen, doch das ist vollkommen unnötig. (Bild: Getty Images)

Ob pur, als Saft, im Salat oder Dessert – Orangen sind superlecker! Schon ihr Duft sorgt für gute Stimmung und sie bescheren uns einen echten Vitaminkick. In den Zitrusfrüchten stecken viel Vitamin C, verschiedene B-Vitamine und auch Mineralstoffe wie Calcium sowie Kalium.

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Die kräftig orangefarbene Schale der Früchte erinnert an Sommer und Sonne. Wenn Orangen eine schöne, leuchtende Farbe haben, greifen Kunden besonders gerne zu. Was viele jedoch nicht wissen: Die orangene Farbe ist kein Anzeichen für die Reife der Früchte.

Besser grüne Orangen kaufen

Warum es eigentlich viel besser wäre, grüne Orangen zu kaufen, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg derzeit auf ihrer Facebookseite: „Das Obst wird oft mit dem Gas Ethylen behandelt, damit die Schale schön orange und die Frucht in unseren Augen reif aussieht. Dabei ist das vollkommen unnötig und schadet außerdem unserem Klima!“

Mehr noch, auch der Frucht selbst werde mit der Begasung geschadet, die Früchte verlieren an Aroma und werden „eher strohig“, erklären die Verbraucherschützer.

Leckerer und klimafreundlicher sind also meist Orangen mit grüner Schale. In tropischen Ländern bleiben sie sogar immer grün, denn ihre Farbe verändert sich erst, wenn die Temperatur unter 12 Grad Celsius fällt. Nur unter dieser Voraussetzung wird das grüne Chlorophyll auf natürliche Weise abgebaut.

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Deshalb rät die Verbraucherzentrale: „Greift beim nächsten Einkauf einfach zu den vermeintlich unreifen Früchten mit grünlichem Teint (sollte es sie geben) und lasst die knallig orangen im Regal liegen.“

Orangen richtig lagern

Tipp: Wer Orangen nicht gleich verbraucht, sollte sie am besten bei 10 bis 15 Grad Celsius lagern. Bei diesen Temperaturen halten sie einige Wochen. Es empfiehlt sich, die Früchte großflächig nebeneinander und getrennt von anderem Obst aufzubewahren. Geeignet wäre etwa eine Apfelstiege im Vorratskeller.

Im Kühlschrank bleiben Orangen sogar mehrere Monate frisch. Allerdings verlieren sie bei dieser Art der Lagerung schnell ihre Fruchtsüße.

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