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Warum gerade unzählige Marienkäfer in unsere Wohnungen kommen

Antonia Wallner
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Derzeit verirren sich auffällig viele Marienkäfer in Häuser und Wohnungen. Warum sind die gepunkteten Insekten gerade jetzt so zahlreich?

21 August 2018, Germany, Munich: A ladybird runs across a meadow that has dried up during the past drought. Photo: Lino Mirgeler/dpa (Photo by Lino Mirgeler/picture alliance via Getty Images)
Marienkäfer sind derzeit gehäuft in Wohnungen und Häusern zu beobachten. (Bild: Getty Images)

Sie sind knallrot, aber auch hellgelb oder dunkelrot, aber immer natürlich mit Punkten: die Marienkäfer sind momentan in Deutschland los. Sie verirren sich in Fensterrahmen, kriechen auf Badfliesen und sitzen auf den Innenseiten von Fenstern und Türen. Aber warum kommen die Käfer, die ja eigentlich als Frühlingsboten gelten, gerade jetzt im Herbst so häufig vor?

Marienkäfer suchen Winterquartiere

Marienkäfer fallen in den kühlen Monaten in eine sogenannte Kältestarre, bevor sie dann im Frühjahr wieder aufwachen. Dafür benötigen sie ein entsprechendes Winterquartier. Normalerweise fliegen sie dann in großen Schwärmen in wärmere Regionen. Weil es bei uns im Herbst bisher recht mild war, schwirren die Käfer derzeit auch bei uns gehäuft durch die Gärten, wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) schreibt. Um sich auszuruhen, landen die Krabbeltiere bei ihrer Suche gerne auf Fenstern und Türen. Da ist es nicht immer zu vermeiden, dass sie dann auch in den Innenräumen landen. Wer jetzt befürchtet, dass sich die gepunkteten Insekten in der Wohnung einnisten, kann beruhigt sein.

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Marienkäfer mögen es rustikaler, beispielsweiser in Laubhaufen, Moosdecken und zwischen Steinen oder abgestorbenem Holz.

Fliegengitter und Duftöle helfen

Sind gefühlt zu viele Marienkäfer in den Innenräumen, kann man sie vorsichtig einsaugen. Das funktioniert gut mit einem Strumpf über dem Staubsaugerrohr. Die Socke mit den Tieren anschließend draußen ausschütteln. Alternativ lassen sich die Käfer auch von Hand einfangen und an die Luft befördern. Wer Aromaöle mag, sollte es einmal mit Lavendel oder Vanille in der Duftlampe probieren. Diese Düfte mögen die Marienkäfer nämlich nicht. Auch ein simples Fliegengitter vor Fenster oder Tür hält die Käfer zuverlässig fern.

Übrigens breitet sich in Deutschland, neben dem heimischen Siebenpunkt-Marienkäfer, auch zunehmend der asiatische Harlekin-Marienkäfer aus. Er ist hellgelb bis dunkelrot und hat mehr Flecken als der Siebenpunkt-Käfer.

VIDEO: Käfer-GoPro ist Insekten auf der Spur