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Warum Eier jetzt teurer werden

Die Preise für Lebensmittel steigen und manche werden knapp. Eier gehören dazu. Das liegt unter anderem an gestiegenen Futtermittelpreisen und auch an den USA.

Die Preise für Eier steigen. (Bild: Getty Images)
Die Preise für Eier steigen. (Bild: Getty Images)

Eier gehören für viele Menschen nicht nur beim Frühstück dazu. Neben gesunden Proteinen liefern Eier auch eine ganze Reihe an weiteren wichtigen Nährstoffen, darunter die Vitamine D und E sowie verschiedene B-Vitamine.

Kein Wunder also, dass Eier ein fester Bestandteil auf vielen Speiseplänen sind. Laut Statista lag der Verbrauch im Jahr 2021 pro Kopf bei durchschnittlich 238 Stück. Für Eiermahlzeiten müssen sich Kunden aber nun auf höhere Preise einstellen.

Preiswerte Eier werden knapp

Geflügelhalter rechnen mit weiter steigenden Eierpreisen in Deutschland. Vor Weihnachten dürften nach Einschätzung der Erzeuger vor allem die preisgünstigen Eier aus Bodenhaltung teurer werden. "Bei den preiswerten Eiern wird es am ehesten knapp", sagte der Präsident des Zentralverbands der deutschen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke.

Bei den teureren Eiern aus Biohaltung oder aus Freilandhaltung rechne er derzeit nicht mit knapper werdender Ware. Zuletzt seien die Kunden wegen der hohen Inflation sehr preissensibel gewesen und hätten eher zu den günstigsten Eiern gegriffen.

Preise für Junghennen haben sich verdoppelt

Gründe für kommende Verteuerungen gibt es gleich mehrfach: Die anhaltende Geflügelpest sorgt für einen geringeren Legehennenbestand in Europa, die Futtermittelkosten sind durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegen, gleichzeitig ist die Nachfrage nach Eiern weltweit hoch. Wegen der hohen Futtermittelkosten haben nach Branchenangaben viele Betriebe ihren Tierbestand reduziert. Schließlich habe der Ausstieg aus dem Kükentöten die Preise für Junghennen stark steigen lassen, sagte Ripke: "Der Junghennenpreis hat sich verdoppelt."

Geflügelpest belastet den weltweiten Markt

Auch Länder wie die Niederlande hätten mit der Geflügelpest zu kämpfen und könnten deshalb nicht mehr genügend Bodenhaltungseier liefern. Der Selbstversorgungsgrad bei Schaleneiern liegt Ripke zufolge in Deutschland bei knapp über 70 Prozent. Der Rest werde importiert und stamme zu 70 Prozent aus den Niederlanden.

Warum auch die USA Schuld an den hierzulande steigenden Preisen haben, erklärt der Vorsitzende des Bundesverbandes Ei, Henner Schönecke: "Es ist so, dass derzeit die Amerikaner in Europa Eier kaufen, weil sie selber nicht genügend haben." Da überlege jeder Produzent, wohin er seine Eier verkaufe. Das könne dazu führen, dass im Lebensmitteleinzelhandel bestimmte Eier im Sortiment fehlen.

Begrenzte Abgabe an Kunden

Erst kürzlich machten Nachrichten über leere Eierregale in Großbritannien die Runde. Supermärkte begrenzen deshalb die Eierkartons, die Kunden kaufen können. Einzelhandelsriese Tesco erlaubt drei Packungen je Kunde, bei Lidl und Asda gibt es ähnliche Beschränkungen. In Deutschland seien Rationierungen laut Schönecke aber nicht zu erwarten.

Das seit Anfang dieses Jahres geltende Verbot des Kükentötens habe auch direkte Auswirkungen auf die Eierpreise, die deshalb bereits im vergangenen Jahr um zwei Cent pro Ei gestiegen seien. In diesem Jahr komme nochmals eine Steigerung um zwei Cent pro Ei hinzu aufgrund der gestiegenen Futterkosten. "Die günstigsten Eier liegen heute bei 1,99 Euro pro zehn Stück", sagte Schönecke. Wegen der Geflügelpest und der damit verbundenen Stallpflicht für Legehennen in den betroffenen Regionen sei damit zu rechnen, dass im neuen Jahr auch Eier aus Freilandhaltung knapper werden.

(Mit Informationen von dpa)

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