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Warum das Smartphone bei Kälte ausgeht

Antonia Wallner
Freie Autorin

Bei eisigen Temperaturen frieren nicht nur unsere Finger. Auch dem Smartphone ist es manchmal zu kalt. Die ärgerliche Folge: Es geht einfach aus. Aber warum ist das eigentlich so?

Im Winter schaltet sich das Smartphone oft einfach aus. (Bild: Getty Images)

Smartphones sind in Sachen Wetter kleine Sensibelchen. Das Szenario ist altbekannt: Zuhause funktioniert noch alles einwandfrei, doch sobald man etwa zum Skifahren auf die Piste geht und ein Selfie vor weißem Winterwunderland schießen will, schaltet sich das verflixte Telefon einfach aus. Warum? Keine Sorge, das Telefon ist weder kaputt noch liegt es an der Akkuleistung. Es geht aus, weil sich das Smartphone quasi selber schützt.

Eingebauter Selbstschutz

In jedem Smartphone verbauen die Hersteller Lithium-Ionen-Batterien. Kälte verlangsamt die chemischen Prozesse der Akkus und der Innenwiderstand steigt an. Das Problem: Steigt der Widerstand, muss proportional dazu auch die Spannung steigen, um den Energiefluss zu halten. Wird der Spannungsbedarf des Telefons zu hoch, schaltet sich das Gerät aus Sicherheitsgründen ab. Ein Notfallplan quasi, um das Gerät vor Schäden zu bewahren. 

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Wann es für das Handy zu kalt oder zu heiß ist, definieren die Hersteller. Bei Apple funktioniert das Telefon beispielsweise bei einer Temperatur-Spanne zwischen 0 und 35 Grad optimal.

Was tun, wenn sich das Smartphone abschaltet?

Zunächst gilt: Das Handy abgeschaltet lassen. Und zwar solange, bis man wieder in einer wärmeren Umgebung ist. Doch auch dann heißt es, behutsam agieren: Denn krasse Temperaturunterschiede verkraftet die Technik auch nicht besonders gut, der Akku kann dadurch beschädigt werden. Das Telefon also nicht sofort in einem überheizten Raum wieder anschalten, sondern warten, bis sich die Technik akklimatisiert hat. Im Idealfall lässt man das Handy an einem Ort, wo der Temperaturunterschied nicht ganz so heftig ist, zum Beispiel im Flur.

Kann man das Ausschalten des Smartphones bei Kälte verhindern?

Es gibt Maßnahmen, die das Handy schützen. Zum Beispiel eine Hülle. Wird das Gerät eng am Körper getragen – etwa in der Innentasche der Winterjacke – kühlt es nicht zu schnell aus. Ist man draußen, sollte das Gerät auch nicht ständig verwendet werden. Ganz verhindern lässt sich der Schutzmechanismus nicht, aber hat es das Handy warm und kuschelig, stehen die Chancen gut, dass es auch beim Winterspaziergang oder auf der Piste funktionsfähig bleibt.

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