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Warum Aldi und Lidl auf ihrer Aktionsware sitzenbleiben

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Normalerweise leeren sich die bekannten Metallkörbe von Aldi mit der zeitlich begrenzten Aktionsware rasend schnell - aktuell quellen sie über. Auch Lidl bleibt auf seinen Non-Food-Artikeln teilweise sitzen. Woran liegt das?

RUESSELSHEIM, GERMANY - APRIL 8: A shopper pushes a shopping cart in an Aldi store on April 8, 2013 in Ruesselsheim near Frankfurt, Germany. Aldi, which today is among the world’s most successful discount grocery store chains, will soon mark its 100th anniversary and traces its history back to Karl Albrecht, who began selling baked goods in Essen on April 10, 1913 and founded the Aldi name by shortening the phrase Albrecht Discount. His sons Karl Jr. and Theo expanded the chain dramatically, creating 300 stores by 1960 divided between northern and southern Germany, with Aldi Nord and Aldi Sued, respectively. Today the two chains have approximately 4,300 stores nationwide and have also expanded into other countries across Europe and the USA. Aldi Nord operates in the USA under the name Trader Joe’s. (Photo by Ralph Orlowski/Getty Images)
Aldi Süd muss seine Aktionsware teilweise zu Sonderpreisen verramschen, und auch andere Discounter haben einen Überfluss (Symbolbild: Ralph Orlowski/Getty Images)

Bei Aktionsangeboten der Discounter gilt für Kunden normalerweise: Wer nicht schnell zugreift, geht leer aus. Aktuell sieht die Lage allerdings anders aus. In den Filialen von Aldi Nord und Süd stapelt sich die Aktionsware und füllen dem “Business Insider” zufolge nicht nur die dafür vorgesehenen Metallkörbe, sondern auch die Gänge und die Bereiche vor der Kasse.

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Aldi Süd sei dazu übergegangen, die Artikel in sogenannten “Wow Wochen” zu Sonderpreisen zu verramschen. Und auch Lidl verkauft seine Restposten dem Bericht zufolge in Sonderverkäufen, von denen allein in den kommenden drei Wochen neun geplant sind.

Artikel “Made in China” ließen auf sich warten

Dabei verzeichnen die deutschen Discounter den Marktforschern der GfK einen Zuwachs im Absatz der Non-Food-Ware von 5 Prozent. Und doch bietet Aldi Süd seine für einen bis zehn Euro an, um die Bestände loszuwerden.

Der Grund hierfür sind einem Bericht der “Lebensmittelzeitung” nach die Auswirkungen der Corona-Krise, die zum einen die Planung der Discounter mächtig durcheinanderwirbelte und zum anderen die Lieferketten unterbrochen hätten.

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Denn ihre Aktionsware planen und bestellen die Discounter schon Monate im Voraus. Da viele Artikel “Made in China” sind und in diesem Jahr nur verzögert geliefert werden konnte, komme es jetzt zu einem Rückstau, wie eine Sprecherin von Aldi Nord dem Fachblatt bestätigte.

Verändertes Kaufverhalten durch Corona

Damit sie trotzdem Aktionsartikel anbieten konnten, hatten Aldi und Lidl mit anderen Artikeln das Angebot aufgestockt. Zu dem geselle sich nun die nachgelieferte Ware, was die Filialen überquellen ließe.

Zugleich habe sich jedoch auch das Kaufverhalten der Kunden verändert, wie Branchenexperten der Zeitung erklärten. In Zeiten, in denen sich Eltern auf ein Schuljahr zu Hause einstellen, finden Schulranzen schließlich weniger Absatz als eine Kindersitztruhe - Letztere war bei Aldi innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

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