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Warren Buffetts großer Fehler: Er hat nix mit Öl oder Airlines zu tun

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Auch ein Starinvestor wie Warren Buffett macht natürlich Fehler, wenn es um das Investieren geht. Glücklicherweise nicht zu häufig und glücklicherweise nicht in der Summe seiner Investitionen. Alleine mit Blick auf die weiterhin gültige, durchschnittliche Rendite von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) von über 20 % p. a. erkennen wir, dass das Orakel von Omaha vieles richtig macht.

Trotzdem gibt es auch größere Fehler, die Warren Buffett begeht. Ein solcher ist zuletzt beispielsweise das Überbewerten von PCC gewesen. Allerdings existieren auch andere Fehler, womöglich sogar noch größere. Auch diese haben nichts mit Öl-Aktien oder Airlines zu tun. Nein, einer liegt sogar eher in einem Verkauf begründet. Lass uns das im Folgenden einmal etwas näher betrachten.

Warren Buffetts großer Fehler: Walt Disney

Ein für mich überaus großer Fehler von Warren Buffett ist seine Investition in Walt Disney (WKN: 855686) gewesen. Zugegebenermaßen nicht der Verkauf, definitiv nicht. Das Orakel von Omaha hat frühzeitig erkannt, dass der US-amerikanische Medien- und Freizeitkonzern Potenzial besitzen könnte. Das mag schon damals an Filmen und Freizeitparks gelegen haben. Sowie dem gewissen qualitativen Etwas, egal ob es um Content oder Alleinstellungsmerkmale ging.

Der Fehler von Warren Buffett ist daher nicht seine Investition gewesen, sondern ein viel, viel, viel zu früher Verkauf. Das Orakel von Omaha ist nämlich bereits im Jahre 1966 in den US-amerikanischen Medien- und Freizeitkonzern eingestiegen. Für eine eher magere Investition von 4 Mio. US-Dollar erhielt der heutige Starinvestor damals 5 % am Gesamtkonzern. Das dürfte bereits zeigen: Hier offenbart sich wirklich ein teurer Fehler.

Im Portfolio von Berkshire Hathaway ist Walt Disney jedenfalls keine Größe mehr. Ja, noch nicht einmal mehr ein Name. Das wiederum liegt daran, dass Warren Buffett kurz nach seiner Investition seine Beteiligung wieder veräußert hat. Der Kursgewinn lag zwar bei 50 % und das Orakel von Omaha hat 2 Mio. US-Dollar mit dieser Investition verdient. Allerdings fühlt sich das eigentlich an wie ein gigantischer Verlust.

Das wären die 5 % heute wert!

Warren Buffett hat mit Walt Disney daher einen frühen, teuren Fehler begangen. Wie teuer dieser ist, das erkennen wir, wenn wir einen Blick auf den jetzigen Börsenwert des Medien- und Freizeitkonzerns riskieren. Derzeit ist Walt Disney mit insgesamt 342 Mrd. US-Dollar bewertet. Selbst ein 5%iger Anteil wäre entsprechend 17,1 Mrd. US-Dollar wert, womit diese Investition sogar eher zu den größeren Beteiligungen von Berkshire Hathaway zählen würde.

Das Schlimme hierbei: Der Fehler hält an. Walt Disney hat schließlich im Streaming-Markt weiteres Wachstumspotenzial vor sich. Zudem gibt es ein Erholungspotenzial in den Freizeitparks. Außerdem sind Warren Buffett einige Dividenden durch die Lappen gegangen. Für mich zeigt das daher, dass einer der womöglich größten Fehler des Orakels von Omaha nicht mit Käufen zusammenhing. Nein, sondern mit einem frühzeitigen Verkauf.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway und Walt Disney. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2023 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short January 2023 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Motley Fool Deutschland 2021