Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    12.645,75
    +102,69 (+0,82%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.198,86
    +27,45 (+0,87%)
     
  • Dow Jones 30

    28.335,57
    -28,09 (-0,10%)
     
  • Gold

    1.903,40
    -1,20 (-0,06%)
     
  • EUR/USD

    1,1868
    +0,0042 (+0,36%)
     
  • BTC-EUR

    10.918,55
    +46,82 (+0,43%)
     
  • CMC Crypto 200

    260,05
    -1,40 (-0,54%)
     
  • Öl (Brent)

    39,78
    -0,86 (-2,12%)
     
  • MDAX

    27.279,59
    +90,42 (+0,33%)
     
  • TecDAX

    3.028,89
    -23,22 (-0,76%)
     
  • SDAX

    12.372,64
    -5,62 (-0,05%)
     
  • Nikkei 225

    23.516,59
    +42,32 (+0,18%)
     
  • FTSE 100

    5.860,28
    +74,63 (+1,29%)
     
  • CAC 40

    4.909,64
    +58,26 (+1,20%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.548,28
    +42,28 (+0,37%)
     

Wenn Warren Buffett an Kraft Heinz festhält, warum setzt er nicht auf General Mills?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.

Warren Buffett liebt auch bei seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) zeitlose Geschäftsmodelle. Eine Aktie, die ein solches besitzt, ist eigentlich die von Kraft Heinz (WKN: A14TU4). Grundsätzlich ist der Lebensmittelkonzern schließlich zeitlos, die Produkte können sich in jeder Wirtschaftsphase verkaufen. Etwas, das Warren Buffett, wie gesagt, schätzt.

Trotzdem hatte Kraft Heinz zuletzt einige Probleme: Abschreibungen und ein sich veränderndes Konsumverhalten sind Begriffe gewesen, die Zeugnis einer turbulenten Zeit sind. Auch das Orakel von Omaha sprach zeitweise davon, den Wert von Kraft Heinz möglicherweise, auch nach der Fusion, überschätzt zu haben.

Berkshire Hathaway hält trotzdem an seiner Beteiligung fest. Aber wenn Buffett an Kraft Heinz festhält, warum hat das Orakel von Omaha nicht auch in General Mills (WKN: 853862) investiert? Zumindest zeitweise ist auch diese Aktie durchaus günstig zu haben gewesen.

Buffett-Likes bei General Mills

Grundsätzlich besitzt nämlich auch General Mills einige Dinge, die Warren Buffett bei diesem US-Lebensmittelkonzern schätzen könnte. Ähnlich wie Kraft Heinz verfügt auch dieser US-Produzent von Nahrungsmitteln über ein zeitloses und defensives Geschäftsmodell. Das ist jedoch noch nicht alles.

Nein, General Mills besitzt zudem auch ein mit 100 verschiedenen Marken diversifiziertes Geschäftsmodell, das über einige Klassiker verfügt. Lucky Charms, Cheerios, Häagen-Dasz oder auch Old El Paso sind in den USA nicht wegzudenkende Marken. Und das ist, wie gesagt, bloß ein Teil des Geschäftsmodells. Gleichzeitig hat das Management von General Mills zuletzt Tiernahrung als Wachstumsmarkt für sich entdeckt und sich via Zukauf verstärkt. Das könnte auch der Treiber für zukünftiges Wachstum sein.

Die Aktie von General Mills wird dabei vergleichsweise moderat bewertet: Gemessen an einem aktuellen Aktienkurs von 57,58 US-Dollar und einem 2020er-Gewinn je Aktie (General Mills verfügt über ein abweichendes Fiskaljahr) von 3,59 US-Dollar liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei rund 3. Bei einer Quartalsdividende von 0,49 US-Dollar kommt der US-Konzern auf eine Dividendenrendite von 3,40 %. Das könnte ebenfalls einen Blick für Warren Buffett wert sein.

Apropos Dividende: General Mills ist außerdem ein historisch zuverlässiger Zahler. Seit über 120 Jahren hat die Dividende inzwischen Bestand. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Ausschüttungssumme zudem verdreifacht. Eine spannende, dividendenstarke Ausgangslage, die dem Orakel von Omaha ebenfalls gefallen könnte.

Cons: Das könnte Buffett nicht gefallen!

Es gibt allerdings auch ein paar Dinge, die Buffett nicht gefallen könnten. Unter anderem möglicherweise seine schlechte Erfahrung mit Kraft Heinz. Bei dieser Beteiligung hat sich gezeigt, dass sich der Nahrungsmittel-Markt womöglich wandelt. Sowie, dass gesündere Kost immer gefragter wird. Etwas, wo auch General Mills an seine Grenzen stößt.

Zugleich besitzt General Mills kaum einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil. Marken wie Lucky Charms, Cheerios oder die anderen genannten mögen zwar stark sein. Jedoch nicht ersetzbar. Das ist etwas, das mitsamt den sich verändernden Vorlieben ein Risiko für Investoren darstellt. Wobei immerhin die Historie des Konzerns General Mills Mut macht, dass es trotzdem zeitlose und beliebte Klassiker sind.

Ein weiterer Aspekt ist außerdem die lediglich moderate Bewertung. Aber immerhin: Zu Anfang des Jahres 2019 sind die Anteilsscheine noch ein Drittel günstiger gehandelt worden. Das hätte ein Zeitraum sein können, bei dem Warren Buffett genauer hinsehen hätte können.

General Mills: Für mich eine starke Dividendenaktie!

Egal ob Buffett kauft oder nicht: Für mich ist General Mills eine starke, defensive Dividendenaktie, die außerdem zuletzt wieder etwas günstiger geworden ist. Ein KGV von 16, eine Dividendenrendite von 3,4 % könnten jetzt wieder attraktiv sein. Zumindest für Foolishe Einkommensinvestoren, die gerade auf der Suche sind.

The post Wenn Warren Buffett an Kraft Heinz festhält, warum setzt er nicht auf General Mills? appeared first on The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway und General Mills. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short September 2020 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Motley Fool Deutschland 2020