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Warren Buffett vor Hauptversammlung: Zahlt Berkshire Hathaway seinen Top-Mannen zu viel?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Warren Buffett und Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) stehen auch in diesem Börsenjahr vor ihrem womöglich wichtigsten Event. Die diesjährige Hauptversammlung des Orakels von Omaha und seiner Beteiligungsgesellschaft steht schließlich an. COVID-19-bedingt kann es jedoch leider erneut kein groß angelegtes Konsumfest geben, wie man es eigentlich gewohnt ist.

Trotzdem macht das die Bedeutung des Events für Warren Buffett und Berkshire Hathaway nicht weniger weniger groß. Das Orakel von Omaha wird in diesem Jahr wieder begleitet von seiner rechten Hand, Charlie Munger. Zudem dürfte es erneut viele Weisheiten geben sowie eine Einschätzung zur aktuellen Börsenlage.

Aber womöglich auch Kritik? Lass uns im Folgenden einmal schauen, was Foolishe Investoren jetzt zur Aktionärsvergütung wissen sollten. Es gibt einige Kritik, insbesondere, was die zweite Reihe von Funktionären bei Berkshire Hathaway angeht.

Zahlt Warren Buffett bei Berkshire Hathaway zu viel?

Wie wir jetzt mit Blick auf mediale Berichte unter anderem von Reuters erkennen können, gibt es Kritik an der Vergütung der Top-Manager aus der zweiten Reihe. Demnach hat Institutional Shareholder Services Berkshire Hathaway für die Vergütung der Top-Manager Ajit Jain und Greg Abel gerügt. Beide sind dafür bekannt, dass sie das Orakel von Omaha womöglich als CEO beerben könnten.

Jain und Abel haben dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr jeweils 16 Mio. US-Dollar an Grundgehalt verdient. Sowie ebenfalls weitere rund 3 Mio. US-Dollar an Bonus erhalten. Der Rüge zufolge sei insbesondere bei den Boni unklar, wie sie zustande gekommen seien. Beziehungsweise, ob sie eine Abhängigkeit zur operativen Leistung von Berkshire Hathaway besitzen. Transparenz ist daher ein Stichwort, das der Beratungsfirma am Herzen liegt.

Warren Buffett und Berkshire Hathaway haben solche Berichte zum Zeitpunkt der Meldung von Reuters noch nicht kommentiert. Allerdings steht damit indirekt der Vorwurf im Raum, dass das Orakel von Omaha seinen Top-Managern in Lauerstellung womöglich zu viel bezahlt. Ein Vorwurf, der grundsätzlich etwas Foolishen Kontext benötigt.

Gute Manager, gutes Gehalt …?

Warren Buffett ist unter anderem dafür bekannt, auf ein gutes Management zu achten. Eine solide Führung, die starke Entscheidungen trifft, ist dem Orakel von Omaha wichtig. Jain und Abel sind dabei zwei langjährige Funktionäre, die bei der Beteiligungsgesellschaft außerdem in Positionen sind, die Geschäftsbereiche leiten. Für US-Verhältnisse scheinen die Gehälter zudem auch für mich nicht zu hoch, wenn wir vergleichsweise andere Gehälter betrachten.

Natürlich können Investoren überlegen, ob das gerechtfertigt erscheint. Es könnte bei diesen zwei Managern jedoch über kurz oder lang um das Erbe von Warren Buffett gehen. Das zeigt: Es ist überaus wichtig, dass das Orakel von Omaha seine Top-Funktionäre hält, die Erfahrungen und Kompetenz bei Berkshire Hathaway besitzen. Ein solches Gehalt ist mir persönlich daher nicht zu hoch. Aber das mag Geschmackssache sein.

Der Artikel Warren Buffett vor Hauptversammlung: Zahlt Berkshire Hathaway seinen Top-Mannen zu viel? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short June 2021 $240 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2023 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B shares) und Long January 2023 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Motley Fool Deutschland 2021