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Warren Buffett gegen den Nasdaq-100 seit 1996. Das Ergebnis hat mich überrascht!

Wer Mitte 1996 Aktien von Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) erworben hätte, könnte sich heute über einen saftigen Gewinn freuen. Denn mit einem Kursplus von 1.317,10 % hätte man seine Investition mehr als verdreizehnfacht. Doch wie hat sich das Orakel von Omaha gegen den starken Technologieindex Nasdaq-100 geschlagen? Das durchaus deutliche Ergebnis hat selbst mich überrascht.

Technologie gewinnt (fast) immer

Denn seit 1996 gab es nur wenige Monate, in denen Berkshire Hathaway eine höhere Rendite als der Nasdaq-100 erzielt hat. So beträgt das Kursplus des Nasdaq-100 seit dem 01.06.1996 sage und schreibe 1.820,6 %. Von insgesamt 314 Monaten, die zwischen dem 01.06.1996 und dem 01.08.2022 liegen, konnte Berkshire Hathaway lediglich 43 Monate für sich entscheiden.

Folglich geht das Ergebnis in Monaten 271:43 für den Nasdaq-100-Index aus. Ein Ergebnis, das mich in dieser Deutlichkeit durchaus überrascht hat. Sieht man sich die Daten genauer an, erkennt man, dass es in diesen 26 Jahren insgesamt nur zwei längere Perioden gab, in denen Warren Buffett den Technologieindex geschlagen hat. Denn dies war lediglich nach dem Platzen der Dotcom-Blase in den 2000er-Jahren und nach dem Corona-Crash der Fall.

Was lernt man daraus? Technologie schlug Berkshire Hathaway fast immer. Nur in Zeiten erhöhter Volatilität bzw. steigender Zinsen hatte Warren Buffett zumindest die Chance, den Nasdaq-100-Index zu schlagen.

Monatlich 50 Euro investieren?

Des Weiteren verdeutlicht meine Analyse das große Renditepotenzial beider Anlagemöglichkeiten. Klar, bei einer Investition in den Nasdaq-100 hätte man eine höhere Rendite erzielt. Doch auch die langfristige Rendite von Berkshire Hathaway ist beeindruckend.

Hätte man beispielsweise seit dem 01.06.1996 monatlich 50 Euro in Berkshire Hathaway investiert, würde man nun auf einem Betrag von 68.436,65 Euro sitzen. In Anbetracht der geringen Investitionen von 15.750 Euro ein unglaublich starkes Ergebnis. Hätte man hingegen in den Nasdaq-100-Index investiert, würde man über einen Betrag von 99.776,96 verfügen.

Man sieht klar. Selbst mit 50 Euro im Monat könnte man einen großen Beitrag zu einem finanziell sorgenfreien Leben leisten. Denn wer mit einem Startkapital von 100.000 Euro in Rente geht, kann sich schon mal den einen oder anderen Luxus leisten.

Fazit

Wie man sieht, waren Investitionen in den Nasdaq-100-Index und in Berkshire Hathaway exzellente Anlagen. Aus meiner Sicht sollte dies auch in den nächsten Jahrzehnten der Fall sein. Wenngleich Warren Buffett auch nicht ewig leben kann, sind die Weichen für die Zukunft bei Berkshire Hathaway bereits gestellt worden.

Müsste ich mich jedoch für eine der beiden Anlagen entscheiden, würde ich einen ETF (Exchange-Traded-Funds) auf den Nasdaq-100-Index wählen. Da mein Anlagehorizont länger als 20 Jahre ist und ich die höhere Volatilität damit gut wegstecken kann, ist auf lange Sicht eine höhere Rendite durchaus wieder möglich.

Der Artikel Warren Buffett gegen den Nasdaq-100 seit 1996. Das Ergebnis hat mich überrascht! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Michael besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2023 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2023 $265 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Long January 2023 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Motley Fool Deutschland 2022