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Warren-Buffett-Dividendenaktie Kraft Heinz: Jetzt ist es fix!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Die Warren-Buffett-Dividendenaktie Kraft Heinz (WKN: A14TU4) ist zuletzt nicht sonderlich erfolgreich gewesen. Selbst das Orakel von Omaha spricht von einer eher unglücklichen Investition und von einem Merger, von dem er sich mehr Potenzial erhofft hat. Ursprünglich sind Kraft und Heinz Ketchup schließlich mal zwei separate Unternehmen gewesen.

Wie auch immer: Ein Konzernumbau soll helfen. Erst kürzlich ist darüber spekuliert worden, dass womöglich ein weiteres Produkt beziehungsweise eine Marke aus dem US-Lebensmittelkonzern verschwinden könnte. Jetzt konnte Vollzug gemeldet werden. Hier ist, was Foolishe Investoren dazu womöglich wissen möchten.

Konzernumbau geht weiter bei Kraft Heinz!

Wie unter anderem der Nachrichtendienst Bloomberg berichtete, wird die Marke Planters aus dem Hause Kraft Heinz verschwinden. Hormel Foods Corp. hat demnach einem Kauf inzwischen zugestimmt. Damit erweitert der Fabrikant von Skippys Erdnussbutter (zugegebenermaßen keine Marken, die wir hier großartig kennen) sein Produktportfolio.

Der Verkaufserlös wird gemäß des Berichts auf 3,35 Mrd. US-Dollar taxiert. Zudem biete die Transaktion einen Steuervorteil in Höhe von 560 Mio. US-Dollar. Damit ist dieser Abgang von Kraft Heinz gewiss alles andere als klein. Aber womöglich strategisch sinnvoll.

Zwar ist Planters nach Angaben von Euromonitor in den USA der größte Anbieter von Nüssen, Samen und Backmischungen. Allerdings ist der Marktanteil zuletzt deutlich rückläufig gewesen. Seit dem Jahre 2015 sank der Wert von 22,9 % auf 16,2 % im vergangenen Jahr. Das Management von Kraft Heinz gab außerdem an, dass Planters eine derjenigen Marken gewesen ist, die am meisten von günstigeren Konkurrenzprodukten bedroht gewesen sei. Die Transaktion können wir vermutlich in diesem Kontext sehen.

Mit Fokus auf die Portfolio-Perlen!

Kraft Heinz hat daher augenscheinlich einen deutlichen Konzernumbau im Fokus. Planters ist zwar eine potenziell starke Marke, die jedoch Marktanteile und damit Umsatzpotenzial verliert. Kein Kandidat, der unbedingt eine bessere Zukunft und Perspektive begründet.

Der Verkauf von Planters für 3,35 Mrd. US-Dollar scheint daher eine logische Konsequenz, wenn sich das Management nicht auf das Zukunftspotenzial konzentrieren kann. Stattdessen existieren möglicherweise andere Produkte und Marken, die mehr Aufmerksamkeit und Investitionen verdient haben. Einfach, weil sie ein besseres Potenzial besitzen.

Trotzdem wird das Management von Kraft Heinz beweisen müssen, dass die Strategie aufgeht. Sowie auch, dass diese 3,35 Mrd. US-Dollar in neues Wachstum investiert werden können. Das gilt es als Nächstes für Foolishe Investoren zu beobachten.

Ist Kraft Heinz jetzt ein Kauf?

Immerhin: Die Aktie von Kraft Heinz konnte nach dieser Neuigkeit ein wenig zulegen. Ob das die Aktie zum Kauf macht, ist jedoch eine andere Frage. Immerhin: Gemessen an einer Quartalsdividende von 0,40 US-Dollar und einem Aktienkurs von 35,54 US-Dollar liegt die Dividendenrendite bei 4,47 %. Ein vergleichsweise hoher Wert, der jedoch zeigt, dass Investoren weiterhin Risiken sehen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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