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Warnung vor erweitertem Nachtflugverbot in Berlin

Deutsche Fluggesellschaften haben vor einer Erweiterung des Nachtflugverbots am im Bau befindlichen Berliner Großflughafen BER gewarnt. Damit würden sich Berlin und Brandenburg vom Anspruch eines Hauptstadtflughafens verabschieden, sagte der Präsident des Bundesverbands der Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Peter Siegloch. "Die Tagesrandzeiten zu nutzen", sei "für die Fluggesellschaften sehr wichtig".

Siegloch reagierte mit seinen Äußerungen gegenüber der "Bild"-Zeitung auf die Ankündigung von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), einem entsprechenden Volksbegehren zum Nachtflugverbot zu folgen und neue Verhandlungen mit Berlin über künftige Flugpausen aufzunehmen. Bislang soll am neuen Flughafen ein Flugverbot zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens gelten. Eine Volksinitiative gegen Fluglärm fordert eine Ausweitung der Nachtruhe auf die Zeit zwischen 22 und sechs Uhr.

Der Chef der Fluggesellschaft Airberlin, Wolfgang Prock-Schauer, forderte in der "Bild"-Zeitung, den bestehenden Kompromiss zum Nachtflugverbot nicht neu zu verhandeln. "Airberlin geht davon aus, dass die politischen Zusagen für die Betriebszeiten am BER eingehalten werden", sagte er. "Diese planfestgestellten Betriebszeiten" seien "die Grundlage für die Investitionen von Airberlin für ein internationales Drehkreuz am künftigen Flughafen."