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Warnung: 3 Gründe, warum der Markt im November zusammenbrechen könnte

Motley Fool Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse

Die Verkündung der Quartalsberichte zum dritten Quartal hat bereits begonnen, während viele kleine und mittelständische Unternehmen aufgrund des anhaltenden Problems im Zusammenhang mit der Pandemie weiterhin Probleme haben. Der kanadische Index ist auf dem Weg, die dritte Woche in Folge im negativen Bereich zu beenden, mit weitgehend enttäuschenden Q3-Gewinnen.

Der S&P/TSX Composite Index ist während der Woche bis zum Börsenschluss letzten Donnerstag um fast 4 % gefallen – was die Sorgen der Investoren über einen weiteren Marktcrash noch verstärkt. Sehen wir uns drei Hauptgründe an, warum die Aktie im November abstürzen könnte.

Anhaltende Pandemie

Das Jahr 2020 begann schrecklich für die globalen Aktienmärkte, als sich das Coronavirus von China aus über die ganze Welt ausbreitete. Das Virus hat weltweit 1,18 Millionen Menschen getötet – bisher haben sich fast 45,1 Millionen Menschen infiziert.

Die Pandemie hat sich als katastrophal für das Weltwirtschaftswachstum erwiesen. Viele große Länder – darunter die USA und Kanada – haben beschlossen, strikte Schließungen durchzusetzen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Während diese Schließungsmaßnahmen wohl dazu beigetragen haben, die Infektionsrate zu verlangsamen, haben sie die Unternehmenswelt sicherlich gelähmt, da der tägliche Geschäftsbetrieb zum Erliegen kam.

Jetzt, wo sich die Wirtschaft in ganz Nordamerika allmählich wieder weitgehend geöffnet hat, scheint die zweite Welle von COVID-19 um die Ecke zu lauern. Mit dem Herannahen der Festtage könnte es für die Leute schwierig werden, den sozial distanzierenden Richtlinien zu folgen, die entscheidend sind, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Aufgrund der steigenden Fälle von täglichen Infektionen erwägt die Regierung bereits, in Gegenden, in denen die Infektionsrate bedeutend hoch ist, Schließungen zu verhängen.

Wenn sich herausstellt, dass die zweite Welle der Pandemie ähnlich wie die erste Welle ist – wenn nicht sogar schlimmer – dann wäre es für viele kleine und mittlere Unternehmen schwierig zu überleben. Obwohl die kanadische Regierung bereits Milliarden von Dollar ausgegeben hat, um diese Unternehmen zu unterstützen, könnte es für die Behörden nicht machbar sein, während der zweiten Welle mehr derartige Hilfe zu leisten. Eine solche Situation könnte in den kommenden Monaten definitiv zu einem Marktcrash führen.

Probleme im Energie- und Goldsektor

Während der laufenden Berichtssaison verzeichnen die meisten Unternehmen im Energiesektor aufgrund der schwachen Nachfrage weiterhin hohe Verluste. Zum Beispiel gab Suncor Energy (WKN:A0NJU2) Anfang letzter Woche seine Ergebnisse bekannt. Es meldete einen massiven bereinigten Nettoverlust von 302 Millionen US-Dollar im dritten Quartal, verglichen mit einem Gewinn von 1,1 Milliarden US-Dollar im selben Quartal 2019. Die niedrigere Energienachfrage inmitten der Pandemie – zusammen mit sich verengenden Margen – forderte im letzten Quartal einen großen Tribut von Suncor Energy’s Endergebnis.

Die niedrige Energienachfrage fordert auch einen großen Tribut von den Einnahmen der Energieunternehmen. Im dritten Quartal fielen die Einnahmen von Suncor Energy um 35 % auf 6,5 Milliarden US-Dollar – viel schlimmer als 9,9 Milliarden US-Dollar im dritten Quartal 2019.

Gleichzeitig übt der jüngste Rückgang des Goldpreises Druck auf die Goldaktien aus. Da keine Hoffnung auf eine sofortige wirtschaftliche Erholung besteht, könnten die Energieaktien in den kommenden Quartalen weiterhin Probleme haben. Ein Ausverkauf in diesen beiden Sektoren könnte in den kommenden Monaten ebenfalls zu einem Marktcrash führen.

Die U.S.-Präsidentschaftswahlen

Während die Trump-Regierung wegen ihres Umgangs mit der Pandemie weithin kritisiert wurde, haben ihre vielen unternehmensfreundlichen Maßnahmen, einschließlich Steuersenkungen, vielen großen Unternehmen das Leben erleichtert. Im Gegensatz dazu hat sich sein demokratischer Rivale Joe Biden kürzlich zu seinen Plänen geäußert, vom Öl auf erneuerbare Energien umzusteigen, was einen weiteren großen Ausverkauf der Energieaktien auslösen könnte. Erste Umfragen deuten darauf hin, dass Biden in vielen Staaten gegen Trump die Führung übernimmt.

Außerdem haben die Investoren weitgehend positiv auf die US-Präsidentschaftsergebnisse reagiert, sollte der republikanische Kandidat gewinnen. Insgesamt erhöhen diese Faktoren die Möglichkeit eines großen Marktcrashs im November.

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Dieser Artikel wurde von Jitendra Parashar auf Englisch verfasst und am 31.10.2020 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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