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Warnstreiks bei Coca-Cola-Beschäftigten in Deutschland

Im festgefahrenen Tarifstreit um höhere Gehälter und eine Sicherung ihrer Arbeitsplätze sind die Mitarbeiter von Coca-Cola in Deutschland erneut in einen Warnstreik getreten. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) beteiligten sich an mehr als 20 Standorten rund 2500 der gut 10.000 Beschäftigten an den Arbeitsniederlegungen. Für Donnerstag sind Warnstreiks an rund 30 anderen Standorten geplant.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG eine Erhöhung der Löhne um sechs Prozent sowie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und eine Begrenzung von Werkverträgen und Leiharbeit.

Das Unternehmen bietet unter anderem eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent für 2013 und um zwei Prozent im Jahr 2014. Voraussetzung für einen Abschluss sei aber eine "flexiblere Arbeitszeitregelung", da das Getränkegeschäft je nach Saison, Wetter und Aktionen des Handels schwanke, erklärte Coca-Cola Deutschland.

Bereits im Januar hatten die Beschäftigten mit Warnstreiks Druck auf den Getränkehersteller ausgeübt. Bisher verliefen die Tarifverhandlungen aber ohne Ergebnis: Ein Treffen am vergangenen Montag wurde vertagt. Coca-Cola sprach aber von einer "Annäherung" zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Ende nächster Woche angesetzt. Das Unternehmen forderte die Gewerkschaft auf, die Gespräche nicht mit Streikmaßnahmen "unnötig zu belasten".