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Warburg vervierfacht Verlust auf 62 Mio € wegen Vorsorge, Steuer

Stephan Kahl

(Bloomberg) -- Die Hamburger M.M.Warburg hat im vergangenen Jahr gruppenweit einen Verlust von 61,8 Millionen Euro gemacht und damit den Fehlbetrag von 14,6 Millionen Euro aus 2018 deutlich vergrößert. Grund hierfür seien vor allem Kreditrisikovorsorge und Steuernachzahlungen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die harte Kernkapitalquote fiel auf 9,1% zurück.

Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft der Bank war geprägt durch die “Risikoabschirmung für Schiffsfinanzierungen aus der Zeit vor der Krise der maritimen Wirtschaft”. Auch die Abschreibung auf die Beteiligung der in Liquidation befindlichen M.M.Warburg Bank Schweiz und die Effekte aus der Rekonsolidierung der M.M.Warburg & CO Hypothekenbank wirkten belastend.

Die Entwicklung im Segment Schifffahrt bleibe, auch bedingt durch die Coronakrise, weiterhin mit Risiken behaftet, hieß es. Es sei davon auszugehen, dass 2020 der Netto-Vorsorgebedarf in diesem Segment aber signifikant geringer als 2019 ausfallen werde. Insgesamt prognostiziert das Unternehmen für 2020 ein ungefähr ausgeglichenes Ergebnis.

In Zusammenhang mit so genannten Cum/Ex-Geschäften muss M.M.Warburg nach einem Gerichtsurteil mit der Einziehung von 176,6 Millionen Euro rechnen. Es wurden Rückstellungen von 62,6 Millionen Euro gebildet. Zudem haben sich die Hauptgesellschafter verpflichtet, das Unternehmen von einem Teil der Risiken “freizuhalten”, erklärte es.

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©2020 Bloomberg L.P.