Deutsche Märkte schließen in 8 Stunden 3 Minuten
  • DAX

    11.487,69
    -110,38 (-0,95%)
     
  • Euro Stoxx 50

    2.933,63
    -26,40 (-0,89%)
     
  • Dow Jones 30

    26.659,11
    +139,16 (+0,52%)
     
  • Gold

    1.874,30
    +6,30 (+0,34%)
     
  • EUR/USD

    1,1673
    -0,0005 (-0,05%)
     
  • BTC-EUR

    11.384,99
    -67,39 (-0,59%)
     
  • CMC Crypto 200

    260,90
    +18,22 (+7,51%)
     
  • Öl (Brent)

    36,19
    +0,02 (+0,06%)
     
  • MDAX

    25.615,21
    -186,61 (-0,72%)
     
  • TecDAX

    2.813,15
    -21,95 (-0,77%)
     
  • SDAX

    11.482,84
    -56,78 (-0,49%)
     
  • Nikkei 225

    22.977,13
    -354,81 (-1,52%)
     
  • FTSE 100

    5.544,83
    -36,92 (-0,66%)
     
  • CAC 40

    4.532,79
    -36,88 (-0,81%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.185,59
    +180,72 (+1,64%)
     

Walmart verkauft britische Supermarktkette Asda an Milliardärsbrüder

·Lesedauer: 2 Min.

Der Einzelhandelsriese trennt sich mit erheblichem Verlust von der Tochter. Die britische Presse feiert, dass Asda wieder in heimischen Händen ist.

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat nach monatelanger Suche einen Käufer für die britische Supermarktkette Asda gefunden. Die Unternehmerbrüder Zuber und Mohsin Issa und die Londoner Private-Equity-Firma TDR Capital erwerben zusammen einen Mehrheitsanteil für 6,8 Milliarden Pfund. Das teilte Walmart am Freitag mit.

Der US-Konzern behält einen Minderheitsanteil in unbekannter Höhe. Er hatte Asda 1999 für 6,7 Milliarden Pfund gekauft. Berücksichtigt man die Inflation, stößt Walmart die Beteiligung nun mit erheblichem Verlust ab. Der Einzelhändler will sich künftig auf den US-Heimatmarkt und lukrativere Auslandsmärkte als Großbritannien konzentrieren.

Asda ist mit einem Jahresumsatz von 23 Milliarden Pfund und mehr als 500 Filialen die drittgrößte Supermarktkette im Königreich. Ein Verkauf an den Rivalen Sainsbury’s war zuvor an den britischen Wettbewerbshütern gescheitert.

Auch der Verkauf an die Issa-Brüder könnte die Aufseher interessieren. Die Milliardäre betreiben mit ihrer EG Group mehr als 5000 Tankstellen in zehn Ländern, 400 davon in Großbritannien. Zum Asda-Reich gehören etwa 300 Tankstellen auf Supermarktparkplätzen.

Die Issas wollen ihr Minimarktgeschäft ausbauen und hoffen offenbar auf Synergien mit den Supermärkten. Zuletzt hatten sie bereits in einem Pilotprojekt mit Asda an drei Tankstellen zusammengearbeitet. Sie seien stolz, in ein „legendäres“ britisches Unternehmen zu investieren, das sie seit Jahren bewunderten, erklärten die Brüder. Co-Investor TDR Capital ist ihr langjähriger Geschäftspartner, die Firma hält 50 Prozent an der EG Group.

Firma ist hochverschuldet

Über die Issas selbst ist nicht viel bekannt. Sie hatten vor knapp 20 Jahren ihre erste Tankstelle in einem Vorort von Manchester gekauft und durch Zukäufe ein internationales Imperium aufgebaut.

In dem Bieterwettbewerb stach das Konsortium mehrere andere Interessenten aus, darunter die Private-Equity-Firma Apollo. Es war zunächst unklar, wie die Issas den Kauf finanzieren. Sie investieren als Privatleute, nicht als Firma. Ihre EG Group ist hochverschuldet, wie es bei Unternehmen mit Private-Equity-Eigentümern üblich ist.

Als Teil des Deals sagten die neuen Asda-Eigentümer zu, eine Milliarde Pfund über drei Jahre in das Unternehmen zu investieren. Der britische Finanzminister Rishi Sunak begrüßte das Investitionsversprechen. Der Billigsupermarkt hatte zuletzt stark unter der Konkurrenz durch die deutschen Discounter Aldi und Lidl gelitten.

In der britischen Presse wurde gefeiert, dass die Supermarktkette nach 21 Jahren in US-Besitz nun wieder in britischen Händen ist. Die Asda-Zentrale bleibt im nordenglischen Leeds, der Vorstand unter Roger Burnley soll ebenfalls weitermachen.