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WAHL: Meuthen und AfD-Spitzenkandidaten finden keine gemeinsame Linie

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Nach den Stimmenverlusten der AfD bei der Bundestagswahl hat der Parteivorsitzende Jörg Meuthen eine schonungslose Analyse möglicher Fehler angekündigt. "Unter dem Strich wird man das als Erfolg nicht vermelden können", sagte Meuthen, der selbst nicht für den Bundestag kandidiert hatte, am Montag. Die AfD sei mit dem Slogan "Mut zur Wahrheit" angetreten, dazu gehöre auch, "die Dinge nicht schön zu reden". Der Europaabgeordnete sagte, die AfD müsse intern auch darüber reden, ob es klug gewesen sei, die Forderung nach einem Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union ins Wahlprogramm zu schreiben.

"100 Prozent zufrieden mit dem Ergebnis bin ich nicht unbedingt", sagte Spitzenkandidat Tino Chrupalla, der die Partei als Co-Vorsitzender gemeinsam mit Meuthen führt. Er sprach dennoch von einem "sehr stabilen Ergebnis". Co-Spitzenkandidatin Alice Weidel sagte, dass sie sich das Ergebnis "nicht schlecht reden lasse, von niemandem".

Die AfD hatte bei der Bundestagswahl am Sonntag zwar ihr intern angepeiltes Ziel, mindestens zehn Prozent der Zweitstimmen zu gewinnen, erreicht. Sie blieb jedoch sowohl im Bund, wo sie laut dem vorläufigen Ergebnis 10,3 Prozent holte, als auch bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin unter ihren Stimmanteilen bei den jeweils zurückliegenden Wahlen zurück.

Den größten Zuspruch erhielt sie bei der Bundestagswahl von Arbeitern und Arbeitslosen. Damit setzt sie den von Ex-Parteichef Alexander Gauland forcierten Kurs fort, sich als "Partei der kleinen Leute" zu etablieren. Bei Selbstständigen und Rentnern schnitt die einstige "Professorenpartei" dagegen deutlich schwächer ab. Im Osten, wo die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Rechtsaußen-Strömung der Partei besonders stark ist, holte sie insgesamt deutlich bessere Ergebnisse als im Westen. In Sachsen und Thüringen schaffte es die Partei mit rund einem Viertel der Zweitstimmen auf Platz eins, in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf Platz zwei.

Die einzige Partei, die Wähler an die AfD abgab, war die Linke. SPD, CDU, CSU und FDP und im geringeren Maße auch die Grünen konnten dagegen Wähler gewinnen, die bei der letzten Bundestagswahl den Rechtspopulisten ihre Stimme gegeben hatten.

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