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Würde ich 50.000 Euro in eine Dividendenaktie investieren? Nein, vermutlich noch nicht

Eine Person hält aufgefächerte 500-Euro-Scheine
Eine Person hält aufgefächerte 500-Euro-Scheine

Erst neulich habe ich sinngemäß diese Überschrift gelesen: Investiere jetzt 50.000 Euro in diese Dividendenaktie, um Millionär zu werden. Ein geläufiger Titel? Ja, möglicherweise. Er soll betonen, wie sehr man als Investor überzeugt ist. Bestimmt habe ich das in der Vergangenheit so oder so ähnlich auch schon mal getan.

Die Quintessenz ist: Heute überlege ich etwas anders. Würde ich überhaupt 50.000 Euro in eine Dividendenaktie investieren? Nun ja. Die Antwort auf diese Frage ist nicht sehr einfach. Ich glaube, dass wir sie differenziert betrachten müssen. Für den Moment kann ich jedenfalls sagen: Nein, das würde ich wohl eher nicht.

50.000 Euro in eine Dividendenaktie: Das sprengt mein Depot

Doch ist der Kontext entscheidend. Würde ich 50.000 Euro in eine Dividendenaktie investieren, so würde diese Position mein Depot sprengen. Das heißt: Mein passives Einkommen, mein Gesamterfolgt als Investor und auch mein finanzielles Leben würden sehr an dieser einen speziellen Aktie hängen. Es kann gut gehen, es kann schlecht gehen. Das Risiko wäre es mir jedoch nicht wert. Auch, weil ich dann nachts wohl nicht mehr allzu gut schlafen könnte.

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Das Problem ist: Ich könnte mir wohl nur eine solche Position leisten. Zumindest könnte ich mir kein Depot aufbauen, bei dem ich in so viele Dividendenaktien derart viel investiere, dass es wieder eine gute Diversifikation und ausgeglichene Allokation gebe. Daraus folgt wiederum: Ich habe kein Problem damit, grundsätzlich 50.000 Euro in eine einzelne Aktie zu investieren. Wohl aber, wenn diese eine Aktie die einzige in meinem Depot wäre.

Insofern glaube ich, dass es sich bei der grundsätzlichen Fragestellung um einen Prozess handelt. Jetzt kann ich nicht 50.000 Euro in eine einzelne Dividendenaktie investieren. Wenn mein Gesamtvermögen und mein Depot hoffentlich so wachsen, wie geplant, dann ist das vielleicht in 10 oder 20 Jahren möglich. Es geht jedenfalls nicht primär um den Betrag. Sondern um die Struktur unseres Portfolios und unseres Vermögens. Sowie um die finanzielle Bedeutung, die eine einzelne Investition in einer solchen Höhe in einem Depot ausmachen.

Gerne später: So wie andere Vorbilder

Oder, um es positiver zu formulieren: Ich möchte in Zukunft durchaus gerne 50.000 Euro in eine Dividendenaktie investiert haben. Beziehungsweise: In fünf oder zehn Aktien, bei denen ich aufgrund der hohen Qualität eine solche Allokation wage. Wenn wir darauf durchschnittlich 4 % Dividendenrendite erhielten, so wären das 2.000 Euro Dividende von einer solchen Investition. Mal ehrlich: Welcher Einkommensinvestor möchte früher oder später nicht so ein passives Einkommen erreichen?

Für den Moment sind solche Positionen jedoch so groß. Auch du solltest dich daher mit der Frage auseinander setzen. Es könnte dir aufzeigen, in welchem Reifestadium du dich in deinem Vermögensaufbau befindest. Wenn es dir möglich sein sollte, rein finanziell solche Allokationen bei vielen verschiedenen Positionen zu wagen, dann herzlichen Glückwunsch! Du bist mir mindestens einen Schritt voraus.

Vielleicht zum Abschluss noch ein anderer Gedanke: 50.000 Euro, die in eine Dividendenaktie investiert sind, dürften in einigen Fällen auch nur eine Zwischenetappe sein. Warren Buffett investiert schließlich in der Regel in Millionenhöhe, wenn nicht gar im Milliarden-US-Dollar-Bereich. Aber auch das stützt meine These: Aufgrund seines vorhandenen Vermögens, seiner Mittelzuflüsse bei seinem Konglomerat ist das nicht ungewöhnlich für ihn. Er ist einfach in diese herausragende Position hinein gewachsen. So, wie wir es auch langfristig tun sollten.

Der Artikel Würde ich 50.000 Euro in eine Dividendenaktie investieren? Nein, vermutlich noch nicht ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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