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Was wäre, wenn? Die gewagtesten Gedankenexperimente in Serien

Die vielschichte Dystopie "Westworld" erzählt vom Aufstand der Maschinen in einem Vergnügungspark der besonderen Sorte. Unter anderem spielt Jeffrey Wright eine der Hauptrollen. (Bild: Home Box Office)
Die vielschichte Dystopie "Westworld" erzählt vom Aufstand der Maschinen in einem Vergnügungspark der besonderen Sorte. Unter anderem spielt Jeffrey Wright eine der Hauptrollen. (Bild: Home Box Office)

Die Menschheit unter dem Diktat technischen Fortschritts, außer Kontrolle geratene Roboter und ein Antisemit als US-Präsident: Serien wie "Westworld" und "Black Mirror" loten alternative Wirklichkeiten aus. Aber Vorsicht: Ansicht auf eigene Gefahr.

HBO lässt einmal mehr die Roboter los: Die vierte Staffel der Serien-Dystopie "Westworld" (ab 27. Juni, Sky) verspricht erneut blutige Kämpfe und das tragische Schicksal eines Serienhelden. Seit 2018 erzählt das Science-Fiction-Format von einem Freizeitpark, in dem Menschen ihre niederen Instinkte an Robotern ausleben können. Welche Serien sich neben "Westworld" noch auf waghalsige Gedankenexperimente einlassen, zeigt unsere Übersicht.

Auch in Staffel vier von "Westworld" sind Thandiwe Newton und Aaron Paul mit von der Partie. (Bild: 2021 Home Box Office)
Auch in Staffel vier von "Westworld" sind Thandiwe Newton und Aaron Paul mit von der Partie. (Bild: 2021 Home Box Office)

"Westworld" (WOW)

Das Science-Fiction-Format "Westworld" (abrufbar via WOW) erzählt von einem Freizeitpark, in dem Menschen ihre niederen Instinkte an Robotern ausleben können. Doch die enthemmte Vergnügungswelt ohne Regeln bekommt dem Menschen nicht gut. Gleichzeitig werden essenzielle Fragen rund um künstliche Intelligenz verhandelt - denn bei den hoch entwickelten Maschinen bildet sich ein eigenes Bewusstsein heraus. Im prominent besetzten KI-Gedankenspiel geben sich unter anderem Anthony Hopkins, Luke Hemsworth, Thandiwe Newton und Jeffrey Wright die Ehre.

"Westworld" erzählt nicht nur eine facettenreiche, intelligente Geschichte, auch die Schauwerte stimmen: grandios eingefangene Western-Szenarien wechseln mit futuristischen Labors und schmutzig-feuchten Kellern für ausrangierte Humanoiden-Teile. In der HBO-Serie wird geschossen, gerannt, geblutet und philosophiert, was das Zeug hält - und doch hat man selten den Eindruck, dass Effekthascherei betrieben wird. Selten war Fernsehen so intelligent und gleichzeitig unterhaltsam wie bei "Westworld".

USA, 1940: Der Antisemit und Nazi-Sympathisant Charles Lindbergh (Ben Cole) wird in der HBO-Serie "The Plot Against America" US-Präsident. (Bild: Home Box Office)
USA, 1940: Der Antisemit und Nazi-Sympathisant Charles Lindbergh (Ben Cole) wird in der HBO-Serie "The Plot Against America" US-Präsident. (Bild: Home Box Office)

"The Plot Against America" (WOW)

Was wäre, wenn Charles Lindbergh 1940 Franklin D. Roosevelt als US-Präsident abgelöst hätte? Eine heikle Frage, denn der Fliegerheld war nicht nur Sympathisant der Nationalsozialisten, sondern auch überzeugter Antisemit, Hitler-Versteher und Sprecher des isolationistischen "America First Committee". Wie eine Amtszeit Lindberghs möglicherweise abgelaufen wäre, darüber spekuliert die Miniserie "The Plot Against America" (verfügbar bei WOW).

Die jüdische Familie Levin lebt anfangs ein ziemlich unaufgeregtes Leben in einem Vorort von New York City. Vor allem der zehnjährige Philip (Azhy Robertson) genießt eine glückliche Kindheit. Seine Augen sind weit, zunächst vor Neugier - schon bald aber vor Schrecken. Das erste Mal, als die Familie umziehen will, in eine neue Gegend mit netten Häuschen. Dort grölen deutsche Auswanderer bierselig Nazi-Parolen in den Sommerabend. Diese erste, dunkle Bedrohung wird bald Alltag. Aus dem Inneren der Familie heraus zeigt "The Plot Against America", was hässlich(er) geworden ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten - und meint das durchaus allegorisch.

Die Anthologie-Serie "Black Mirror" (Netflix) setzt sich kritisch mit der fortschreitenden Abhängigkeit der Menschen von Technologie auseinander - unter anderem mit Miley Cyrus in einer Episodenrolle. (Bild: Netflix)
Die Anthologie-Serie "Black Mirror" (Netflix) setzt sich kritisch mit der fortschreitenden Abhängigkeit der Menschen von Technologie auseinander - unter anderem mit Miley Cyrus in einer Episodenrolle. (Bild: Netflix)

"Black Mirror" (Netflix)

Die digitale Welt als glänzendes Kabinett der Möglichkeiten - dieses Bild wurde lange gern vermittelt. Dass die faszinierende technische Entwicklung in einer imperfekten Gesellschaft jedoch ins Gegenteil umschlagen kann, wird in Zeiten von Social-Media-Mobbing und Online-Überwachung mittlerweile gar Technikoptimisten bewusst. Vielleicht auch, weil sie mit wachsender Beunruhigung die Episoden der Netflix-Produktion "Black Mirror" verfolgten.

Die grandiose Anthologieserie führt in voneinander unabhängigen Episoden die Widersprüche und das dystopische Potenzial technischen Fortschritts erschütternd realistisch vor Augen. Dazu gehören Tote, die per Big Data wiederbelebt werden können, ebenso wie kleine Chips hinterm Ohr, die alles Gesehene und Erfahrene wie ein unfehlbares Gedächtnis aufzeichnen.

Die bitterböse und tiefschwarze Sci-Fi-Satire "Black Mirror" (Netflix) gewann bereits mehrere Auszeichnungen, etwa bei den Emmys 2012. Dazu verleihen prominente Episodendarsteller wie Miley Cyrus, Fionn Whitehead ("Dunkirk"), "Sherlock"-Star Andrew Scott und Oscarpreisträger Daniel Kaluuya ("Judas and the Black Messiah") besonderen Glanz.

Reichsmarschall John Smith (Rufus Sewell) verbrennt in "The Man In The High Castle" unliebsames Filmmaterial. (Bild: Liane Hentscher/Amazon Studios)
Reichsmarschall John Smith (Rufus Sewell) verbrennt in "The Man In The High Castle" unliebsames Filmmaterial. (Bild: Liane Hentscher/Amazon Studios)

"The Man In The High Castle" (Amazon Prime Video)

Diese Serie ist eine Provokation. Ausgerechnet der vielleicht größte Sieg ihrer Geschichte wird den Amerikanern hier genommen: Die USA, so die Prämisse der Amazon-Serie "The Man in the High Castle", haben den Zweiten Weltkrieg verloren, das Land ist in zwei Besatzungszonen geteilt. Im Osten herrscht Nazi-Deutschland über das "Greater Nazi Reich", am Pazifik haben die Japaner die "Japanese Pacific States" errichtet. Im New York der frühen 60-er hängen die Hakenkreuzfahnen an den Straßenlaternen, man begrüßt sich mit Hitlergruß. In San Francisco bejubeln die Menschen derweil den japanischen Kronprinzen und verbeugen sich mit einem höflichen "Konichiwa" auf den Lippen.

Auch wenn "The Man in the High Castle" eine verstörende Was-wäre-wenn-Dystopie ist, die Serie bietet erstklassige Unterhaltung. Und sie funktioniert auf mehreren Ebenen: als hervorragend in Szene gesetzte Science-Fiction, die nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit neu erfindet, als hochspannende Agentengeschichte und als Politdrama in einer Welt, die es so gottlob nie gab.

In der Animationsserie "What if...?" erzählt Marvel alternative Handlungsstränge aus dem MCU. (Bild: Disney+/Marvel Studios 2021)
In der Animationsserie "What if...?" erzählt Marvel alternative Handlungsstränge aus dem MCU. (Bild: Disney+/Marvel Studios 2021)

"What if...?" (Disney+)

"Zeit, Realität - sie sind wandelbar" - unter dieser Prämisse stellt die Animationsserie "What if...?" bei Disney+ so ziemlich alles im bekannten MCU auf den Kopf. Was wäre, wenn Iron Man und Captain America Super-Zombies wären? Und was, wenn der Black Panther als Kind zu den "Guardians of the Galaxy"-Sternen gereist wäre - und nicht Peter "Star-Lord" Quill? Diese und noch mehr (absurde) Fragen stellt sich die Animationsserie "What if...?".

In der zehnteiligen Serie werden Figuren und Geschichten derart durcheinander gewirbelt, dass selbst eingefleischte Comic-Fans nicht mehr hinterherkommen dürften - ein perfekter Animationsspaß also für all diejenigen, die Lust auf Marvel-Abenteuer der etwas anderen Art haben. Dabei folgt jede Episode einer eigenständigen, filmübergreifenden Handlung.

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