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VW stoppt E-Auto-Fertigung in Luxusschmiede: Gläserne Manufaktur in Dresden steht vor dem Aus

Mitarbeiter von Volkswagen montieren im in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen Fahrzeuge des Modells VW ID.3. an einer Fertigungslinie. Am Standort in Dresden werden täglich 35 vollelektrische Fahrzeuge gefertigt. - Copyright: Picture Alliacen
Mitarbeiter von Volkswagen montieren im in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen Fahrzeuge des Modells VW ID.3. an einer Fertigungslinie. Am Standort in Dresden werden täglich 35 vollelektrische Fahrzeuge gefertigt. - Copyright: Picture Alliacen

Volkswagen will offenbar die Fahrzeugproduktion in der Gläsernen Manufaktur in Dresden einstellen, in welcher seit 2021 das E-Auto ID.3. gefertigt wird. Das berichtet die "Automobilwoche" und beruft sich auf Unternehmenskreise. Demnach soll der Standort bestehen bleiben, allerdings würden die 300 Mitarbeitenden andere Aufgaben bekommen, schrieb die Zeitung am Sonntag.

Ein VW-Sprecher teilte dazu am Sonntag dem "Spiegel" mit, dass sich das Unternehmen nicht an Spekulationen beteilige. "Die Marke Volkswagen Pkw erarbeitet derzeit ergebnisoffen ein detailliertes Maßnahmenpaket zur Umsetzung eines Performance Programms." Ziel sei es, die globale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen und der volatilen Marktsituation zu begegnen. Die standortunabhängige Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung bis 2029 habe aber unverändert Bestand.

In Zwickau werden Hunderte Stellen in der E-Auto-Fabrik abgebaut

Die Gläserne Manufaktur in Dresden startete ihren Betrieb im Jahr 2002. Zunächst liefen dort Phaetons vom Band, später folgen Bentleys, der Elektro-Golf und zuletzt der ID.3.

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Mit Dresden trifft VW-Mitarbeiter in Sachsen bereits die zweite große Veränderung: Erst vergangene Woche teilte Volkswagen mit, dass es Hunderte Stellen in seiner E-Auto-Fabrik in Zwickau abbauen werde. 269 befristete Verträge, die nach zwölfmonatiger Laufzeit in Kürze auslaufen, würden nicht verlängert, teilte das Unternehmen nach einer Betriebsversammlung mit. Auch der Schichtbetrieb müsse voraussichtlich angepasst werden. Das konkrete Vorgehen werde in den nächsten Tagen mit dem Betriebsrat abgestimmt.

Als Grund wurde "die aktuelle Marktsituation" genannt. Angesichts hoher Inflation und zurückgehender Kaufprämien halten sich Kunden bei Elektroautos zurück. In Zwickau werden ausschließlich E-Autos gebaut für Volkswagen, Audi und Cupra. Befürchtet wird, dass weitere befristet Beschäftigte - derzeit sind es den Angaben zufolge etwa 2200 - ein ähnliches Schicksal trifft und ihr Vertrag nicht verlängert wird. In dem Werk arbeiten insgesamt etwa 10.700 Menschen.

"Volkswagen ist vom Weg in die Elektromobilität weiterhin zu 100 Prozent überzeugt", sagte ein Sprecher. Eine Kurskorrektur sei nicht geplant. Auf der Betriebsversammlung sei klargestellt worden, dass das Zwickauer Werk nicht zur Disposition stehe und dort weiter investiert werde. Es war bisher Vorreiter der Elektromobilität im Unternehmen. Neben den Modellen ID.3, ID.4 und ID.5 werden dort auch der Q4 e-tron und der Q4 Sportback e-tron von Audi sowie der Cupra Born produziert. Der letzte Verbrenner war 2020 vom Band gelaufen.

Wolfgang Porsche: „Das Gespür des Topmanagements für all die anstehenden Aufgaben ist ausgeprägt“, erklärte der VW-Aufsichtsrat im Gespräch mit Business Insider.
Wolfgang Porsche: „Das Gespür des Topmanagements für all die anstehenden Aufgaben ist ausgeprägt“, erklärte der VW-Aufsichtsrat im Gespräch mit Business Insider.

Mit Material der dpa