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VW und indischer Autobauer Mahindra vereinbaren Belieferung mit Elektroteilen

WOLFSBURG/MUMBAI (dpa-AFX) - Der Volkswagen <DE0007664039>-Konzern will seine Elektroautokomponenten künftig auch im großen Stil an den indischen Autobauer Mahindra liefern. Die beiden Unternehmen hätten Pläne zur Verwendung der VW-eigenen Elektroautoplattform MEB in fünf vollelektrischen SUV-Modellen der Inder vereinbart, teilten die Wolfsburger am Montag mit. Geplant sei ein Volumen von über einer Million Fahrzeugen über die Laufzeit. Ein verbindliches Lieferabkommen soll bis Ende des Jahres stehen. Im Mai hatten VW und Mahindra eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Die beiden Unternehmen prüfen weiter, ob sie auch auf anderen Feldern zusammenarbeiten - darunter zusätzliche Fahrzeugprojekte oder auch die Batteriezellproduktion. Volkswagen setzt seine MEB-Plattform (Modularer E-Antriebs-Baukasten) in vielen vollelektrischen Konzernmodellen ein, vermarktet die technische Grundlage der Autos aber auch an andere Autobauer. Ford <US3453708600> ist großer Kunde und will auf MEB-Basis mindestens zwei Modelle bauen.

Der indische Automarkt ist mit rund 3 Millionen Neuzulassungen jährlich einer der fünf größten Automobilmärkte der Welt, hinkt dem größten Automarkt der Welt in China aber deutlich hinterher. Der Markt in Indien gilt als wettbewerbsintensiv und indische Autokäufer als sehr preissensibel. Verschiedene Versuche von VW, im Land mit günstigen Autos Fuß zu fassen, schlugen bis dato fehl. Seit geraumer Zeit hat die tschechische Tochter Skoda die operative Aufsicht über die Geschäfte im Land. VW verspricht sich viel von den künftigen Wachstumsaussichten in dem Land mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern - auch bei Elektroautos, die in den kommenden Jahren Fahrt aufnehmen sollen.