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VW-Finanzdienstleistungssparte will 2025 deutlich mehr Gewinn machen

·Lesedauer: 2 Min.

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Die Finanzdienstleistungssparte des VW-Konzerns <DE0007664039> will nach einem letztlich überraschend gut verlaufenen Corona-Jahr 2020 künftig deutlich zulegen. "In 2025 erwarten wir ein operatives Ergebnis von rund vier Milliarden Euro bei einer Bilanzsumme von circa 300 Milliarden Euro", sagte der Finanzchef von Volkswagen Financial Services (VWFS), Frank Fiedler, am Donnerstag. Vergangenes Jahr war das operative Ergebnis der Braunschweiger um gut 5 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gesunken, hatte sich damit aber deutlich besser entwickelt als noch zur Jahresmitte angenommen.

Im Sommer 2020 war die Finanzsparte noch davon ausgegangen, sich aufgrund der Corona-Krise erhebliche Restwertrisiken durch die verleasten Autos ins Haus zu holen. Allerdings seien letztlich keine Restwertverluste aufgetreten, "die über die normale Situation hinausgehen, weil wir es geschafft haben, unsere Gebrauchtwagen gut zu verkaufen", sagte Fiedler. "Im Frühjahr haben wir die Autos bewusst auf Lager gelassen und nicht mit großen Discounts in den Markt gegeben", sagte VWFS-Chef Lars Henner Santelmann. Ab Mai und Juni habe sich der Gebrauchtwagenmarkt dann wieder deutlich entspannt.

Die Volkswagen-Finanzdienstleistungen sollen mit ihrer Absatzfinanzierung über Kredite und Leasing dafür sorgen, dass der Volkswagen-Konzern genug Autos verkauft. Beim Leasing entsteht dem Anbieter dann aber ein Restwertrisiko, wenn der Leasingnehmer oder Gewerbekunde den Wagen nach vereinbarter Zeit zurückgibt und am Markt beim Weiterverkauf für VWFS nicht der gewünschte Preis zu holen ist.

Risiken sieht das Management jetzt noch unter anderem bei Gewerbekunden, die eventuell Insolvenz anmelden müssen. Derzeit ist in vielen europäischen Ländern wegen der Corona-Krise die Anmeldepflicht ausgesetzt. Sollten sich nach dem Auslaufen dieser Moratorien die Unternehmenspleiten häufen, könnte das bei Krediten für Ausfälle sorgen. Für VW könnte das regional schwerpunktmäßig in Südeuropa und in Brasilien dieses Jahr zum Thema werden, sagte Santelmann.

Allerdings sei das Zahlungsverhalten der Kunden in den Ländern, in denen entsprechende Moratorien bereits ausgelaufen sind, sehr gut, sagte Santelmann. Im vergangenen Jahr habe der Konzern zudem von sehr niedrigen Risikokosten profitiert.

Die hohe Förderung von Elektroautos lastet derweil auf den Restwerten von solchen Wagen, weil neue Fahrzeuge gegenüber Gebrauchten vergleichsweise attraktiver werden. An der Einschätzung dieses Risikos arbeitet der Konzern gerade, noch ist die Zahl der Rückläufer aber niedrig.

"Wir bekommen gerade bei den Elektrofahrzeugen wegen der Förderung auch einen Schwenk in Richtung Leasingfinanzierung", sagte Santelmann. Beim Massenmarktmodell ID.3 verkauft VW seinen Angaben zufolge rund drei Viertel der Autos über Leasing. Die Leasingfinanzierung sei gerade für unsichere Kunden eine Brücke, um festzustellen, ob sie sich mit Elektroautos angesichts bestehender Ladeinfrastruktur und Reichweite anfreunden könnten.