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VW-Chef Winterkorn rechnet mit geringerem Gehalt

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Hamburg (dapd). VW-Vorstandschef Martin Winterkorn rechnet nach seinen Rekordbezügen von mehr als 18 Millionen Euro mit einer Senkung seiner Vergütung. "Bei allem Erfolg des Konzerns können die Steigerungen nicht ins Uferlose weitergehen", sagte Winterkorn dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut Vorabbericht vom Freitag.

Nach den bisher gültigen Vergütungsregeln würde sein Gehalt für 2012 auf 20 Millionen Euro steigen. "Wenn ich wirklich 20 Millionen bekäme", sagte Winterkorn, "wäre das den Menschen sicherlich nicht mehr zu vermitteln." Er finde es deshalb richtig, dass der Volkswagen (Other OTC: VLKAY - Nachrichten) -Aufsichtsrat die Regeln für die Vorstandsvergütung ändere. "Ich gehe davon aus, dass ich für das Jahr 2012 weniger bekomme als für das Jahr 2011", sagte er.

Bereits vor einer Woche hatte der VW-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh eine Neuregelung der umstrittenen Vorstandsbezüge angekündigt: "Das wird im Februar im Aufsichtsrat beschlossen." Im Kern werde es darum gehen, den Anstieg der Bezüge abzuflachen. Bisher sind VW-Vorstandsbezüge unter anderem an die erzielten Umsatzsteigerungen geknüpft. VW hatte 2012 erneut mehr Autos abgesetzt, der Umsatz stieg aller Voraussicht nach.

Konzernchef Winterkorn hatte 2011 einschließlich seiner Bezüge bei der Porsche Automobil Holding SE 18,3 Millionen Euro verdient - so viel wie kein Chef eines DAX (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) -Konzerns zuvor. Die hohe Summe löste Kritik von vielen Seiten aus. Osterloh machte dagegen klar, die VW-Belegschaft habe an den Bezügen des Chefs nichts auszusetzen.

dapd