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VW-Chef sieht größere Änderungen durch Autonomie als Batterien

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Volkswagen AG plant derzeit ein halbes Duzend Batteriefabriken und überarbeitet seine Montagebänder auf der ganzen Welt - die größte industriellen Umwälzung zur Vorbereitung auf das Zeitalter der Elektroautos. Dennoch: für den Vorstandschef werden die Veränderungen durch autonomes Fahren noch gravierender sein.

“Diese Veränderung wird die Branche stärker transformieren als die Elektrifizierung,” so Herbert Diess im Interview anlässlich des Bloomberg Qatar Economic Forum. “Das Auto wird so anders, wenn es selbst fährt.”

Der Standpunkt von Diess mag einige überraschen angesichts der massiven Veränderungen durch die Elektrifizierung. Bei Thema selbstfahrende Autos herrscht dagegen Ernüchterung: Googles Waymo LLC begann zwar Ende letztes Jahr, fahrerlose Fahrten in Robotaxis anzubieten, bislang aber nur in Vororten der Stadt Phoenix. Unternehmen von Tesla Inc. bis Ford Motor Co. hatten sich aus dem Fenster gelehnt mit Vorhersagen, wann die Technologie sich durchsetzen werde - bislang sind diese jedoch nicht eingetroffen. Uber Technologies Inc. und Lyft Inc. sind dabei, ihre jeweiligen Geschäftsbereiche mit selbstfahrenden Fahrzeugen abzugeben.

Zwar dauert die Entwicklung länger, als viele erwartet hatten, dennoch investieren Autobauer und Technologiefirmen weiterhin Milliarden, um Autos von alleine fahren zu lassen. Berater AlixPartners erwartet, dass die Kosten für hochautomatisierte Systeme und komplett autonomes Fahren bis 2030 um wenigstens 60% fallen dürften, was ihre Verbreitung erleichtern wird.

Mit schätzungsweise zehnmal sovielen Programmzeilen wie ein Smartphone sind Autos bereits heute Softwareprodukte und werden “die ausgefeiltesten Internetgeräte, die man sich vorstellen kann” wenn sie dann autonom fahren, sagte Diess.

VW arbeitet daran, autonomes Fahren in seinen wichtigsten Märkten weltweit anbieten zu können. Eine entsprechende Kooperation mit Ford und Argo AI LLC in den USA mache gute Fortschritte. In China habe sich der Autobauer mit Technologieunternehmen vor Ort zusammengetan, um bei den ersten Unternehmen dabei zu sein, die selbstfahrende Privatfahrzeuge anbieten, so Diess.

Die Regulierung in Europe mache derweil Fortschritte, so Diess. Das Unternehmen hatte letzten Monat angekündigt, eine hochautomatisierte, elektrische Version des Bulli auf den Markt zu bringen. Testfahrten sollen noch dieses Jahr in Hamburg beginnen.

VW investiert etwa 2,5 Mrd. Euro pro Jahr in seine Softwarekapazitäten. Diess gibt zwar zu, es fehle noch viel, um Europas größten Autobauer hier auch zu einer Institution zu machen, aber niemand solle den Fehler machen, VW abzuschreiben.

“Wir sind in einer recht guten Position, um ein starker Spieler zu bleiben in der Welt der neuen Autos”, so Diess.

(Wiederholung von Dienstag.)

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