Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.795,85
    +101,34 (+0,74%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.776,81
    +19,76 (+0,53%)
     
  • Dow Jones 30

    33.761,05
    +424,38 (+1,27%)
     
  • Gold

    1.818,90
    +11,70 (+0,65%)
     
  • EUR/USD

    1,0257
    -0,0068 (-0,66%)
     
  • BTC-EUR

    24.224,06
    +724,05 (+3,08%)
     
  • CMC Crypto 200

    574,64
    +3,36 (+0,59%)
     
  • Öl (Brent)

    91,88
    -2,46 (-2,61%)
     
  • MDAX

    27.907,48
    +11,32 (+0,04%)
     
  • TecDAX

    3.192,17
    -1,93 (-0,06%)
     
  • SDAX

    13.229,37
    +32,71 (+0,25%)
     
  • Nikkei 225

    28.546,98
    +727,65 (+2,62%)
     
  • FTSE 100

    7.500,89
    +34,98 (+0,47%)
     
  • CAC 40

    6.553,86
    +9,19 (+0,14%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.047,19
    +267,27 (+2,09%)
     

Vorsicht vor Altersarmut: Warum die gesetzliche Rente niemals reichen kann!

Rente
Rente

In Deutschland gibt es sicher viele Errungenschaften, auf die wir mit recht stolz sein können. Unter anderem haben wir ein funktionierendes Sozialsystem und niemand, der unverschuldet in Schwierigkeiten gerät, muss sich erst einmal Sorgen machen.

Ein gutes Beispiel könnte die Coronapandemie darstellen. Hier war es das Kurzarbeitergeld, welches viele Arbeitnehmer in Deutschland nicht gleich in die Arbeitslosigkeit rutschen ließ. Doch wie sieht es beim Thema Rente aus?

Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern steht Deutschland mit seinem Rentensystem nicht allzu gut da. Denn viele Europäer können nicht nur wesentlich früher in Rente, sondern ihre Altersbezüge sind meist auch höher als hierzulande.

Ich persönlich finde es eigentlich schon ein wenig beschämend, dass in Deutschland selbst langjährige Beitragszahler später kaum genug Rente beziehen, um damit gut über die Runden zu kommen.

Und ich möchte an dieser Stelle einmal behaupten, dass so wie das System aufgebaut ist, die gesetzliche Rente eigentlich so gut wie bei niemandem zum Leben reichen kann. Wie ich zu dieser Annahme komme und was man in Bezug auf die Rente wissen sollte, erfährst du in diesem Artikel.

Rentenpunkte und Niedriglohn

Als Rentner in Armut leben! Dies könnte in Zukunft eventuell auf viel mehr Menschen in Deutschland zukommen, als die meisten jetzt denken. Denn allein jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte arbeitet hierzulande bereits im Niedriglohnsektor.

Und schon aufgrund ihres geringen Einkommens werden diese 4 Mio. Menschen später mit sehr wenig Rente auskommen müssen. Meiner Ansicht nach ändert daran auch die neue Grundrente nicht viel. Da auch mit ihr ein normales Leben im Alter kaum möglich sein wird.

Doch auch Normalverdiener könnten im Alter durchaus mit Problemen zu kämpfen haben. Denn um die spätere Rente zu berechnen, werden sogenannte Rentenpunkte herangezogen. Und ein Rentenpunkt entspricht in den alten Bundesländern aktuell einem Rentenwert von 36,02 Euro.

Um allerdings einen ganzen Punkt zu erhalten, muss man aber in jedem Jahr das für Deutschland geltende Durchschnittsentgelt brutto verdient haben. Im Jahr 2021 lag dieses übrigens bei 41.541 Euro. Ob er dieses Einkommen erzielt hat, kann ja am Ende des Jahres jeder einmal selbst nachprüfen.

Vorausberechenbare Altersarmut

Schauen wir als Nächstes einmal auf das Rentenniveau. Dieses zeigt die Relation zwischen der Höhe einer Rente und dem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeiters. Und im Jahr 2005 betrug das Rentenniveau noch 52,6 %.

Doch leider sinkt es jedes Jahr ein wenig ab. Und in ihrem Rentenversicherungsbericht 2021 ging die Bundesregierung davon aus, dass sich das Rentenniveau bis 2035 auf 45,8 % reduzieren könnte.

Wenn man diese Zahlen einmal auf sich wirken lässt, dann sollte schnell klar werden, dass die gesetzliche Rente allein eigentlich nicht reichen kann. Nehmen wir dazu doch einfach einmal den prognostizierten Wert für das Jahr 2035.

Man kann hier natürlich keine seriöse Berechnung anstellen. Doch ein Arbeiter, der vor seiner Rente einen Durchschnittslohn von 3.000 Euro pro Monat bezogen hat, kann im Jahr 2035 demnach als Rentner vielleicht mit monatlichen Altersbezügen von 1.374 Euro rechnen.

Von diesem Betrag würden dann noch eventuelle Steuern und natürlich auch noch die Krankenversicherung abgezogen. Alles in allem also keine schönen Aussichten, wie ich finde. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man mit solch niedrigen Beträgen als Rentner ein Leben in Würde führen kann.

Man muss also etwas tun

Möchte ich jetzt noch auf die vielen Möglichkeiten eingehen, mit denen man einer späteren Altersarmut vorbeugen kann, würde dies den Rahmen des Artikels sprengen. Aber es sollte jedem absolut klar sein, dass er etwas tun muss, wenn er später nicht unangenehm überrascht werden möchte.

Und es dürfte auch kein Geheimnis sein, dass es umso besser ist, je früher man damit anfängt. Zum Thema Altersvorsorge findet übrigens jeder, der nicht länger warten will, auch gerade hier bei uns Fools jede Menge interessanter Artikel. Ich wünsche also schon einmal viel Spaß beim Stöbern.

Der Artikel Vorsicht vor Altersarmut: Warum die gesetzliche Rente niemals reichen kann! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

Motley Fool Deutschland 2022

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.