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Vorbote des Klimawandels? Italien unter Schock nach Gletschersturz in den Dolomiten

Italien steht unter Schock: Bei dem verheerenden Gletschersturz in den italienischen Dolomiten sind mindestens 7 Menschen ums Leben gekommen.

Die Behörden vermuten aber noch weitere Leichen unter den Schnee- und Geröllmassen. Mindestes 13 Bergsportler werden offiziell noch vermisst.

Beim Besuch des Unglücksortes am Fuß der Marmolata zeigte sich Italiens Ministerpräsident Mario Draghi sichtlich erschüttert und sprach von einem nicht vorhersehbaren Drama, das aber zweifellos mit der Umweltzerstörung und der Klimasituation zusammenhänge.

Die Regierung müsse darüber nachdenken, was geschen sei und Maßnahmen ergreifen, damit sich etwas Derartiges nicht wiederhole oder sogar abgewendet werden könne.

Gletschersturz nach Rekordtemperaturen

Der Regionalpräsident Venetiens, Luca Zaia, erklärte, ein Eisblock von 200 Metern Länge, 60 Metern Breite und 30 Metern Durchmesser abgebrochen.

Auf dem als 3340 Meter hohen Berg war am Sonntag nach Rekordtemperaturen ein Teil des Gletschers abgebrochen. Neun Menschen wurden verletzt, unter ihnen zwei Deutsche.

Womöglich dauert es Wochen oder noch länger, bis alle Toten gefunden und geborgen werden. Das sagte Maurizio Dellantonio, der Präsident der italienischen Bergrettung. Er erklärte, dass riesige Mengen an Eis und Gestein in Fels- und Gletscherspalten gerutscht seien. Die Felsspalten sollten zwar noch im Sommer freigelegt werden, auch dank des bei den warmen Temperaturen schmelzenden Eises, wie er hoffte.

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