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Von Pep Guardiola bis zur Kreisliga: Was verdienen Fußballtrainer?

Pep Guardiola hat allen Grund zur Freude – nicht zuletzt wirkt sein Jahresgehalt von 25 Millionen Euro bestimmt beflügelnd. (Bild: Getty Images)

Sie raufen sich die Haare, brüllen sich die Seele aus dem Leib oder werden ganz ruhig, wenn es brenzlig wird. Nicht nur während der WM stehen die Fußballtrainer unter Hochspannung, und wie die Top-Spieler lassen auch sie sich den Stress entsprechend vergüten. Doch was ist mit der ungleich höheren Anzahl von Trainern, die in ganz anderen Ligen spielen?

25 Millionen Euro pro Jahr ist das Gehalt, das Pep Guardiola als neuer Trainer von Manchester City ausgehandelt haben soll. Eine Riesensumme und tatsächlich viel mehr, als der bisherige Spitzenreiter auf dem Gehaltszettel stehen hatte: Bei seinem Ex-Club FC Chelsea soll José Mourinho 15 Millionen Euro für zwölf Monate Arbeit bekommen haben.

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Damit kann der bislang bestbezahlte Trainer Deutschlands schon fast mithalten. Als Jupp Heynckes 2017 Carlo Ancelotti als Trainer des FC Bayern München ablöste, soll er das für ein Jahresgehalt von 12 Millionen Euro getan haben. Normal sind solche Summen aber nicht. Laut „Ran“ haben Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim und Ralph Hasenhüttl von RB Leipzig in der Spielsaison 2017/18 um die zwei Millionen Euro verdient.

Der Sprung zur 2. Bundesliga wird im Hinblick auf Stefan Ruthenbeck deutlich. Bis vor kurzem Trainer des 1. FC Köln, musste er sich mit 100.000 Euro im Jahr zufriedengeben. Nicht viel, wenn man bedenkt, wie viel man als Trainer eines Viertligisten verdienen kann.

So kam 2016 im Gerichtsstreit zwischen dem Regionalligisten Viktoria Köln und Ex-Trainer Claus-Dieter Wollitz vor dem Arbeitsgericht heraus, wie viel der ehemalige Coach in seiner Zeit als Trainer verdient hatte: pro Monat 20.000 Euro an Grundgehalt, dazu eine Punktprämie von 1000 Euro, einen Dienstwagen und eine Wohnung in Köln. Insgesamt wurden in der Saison 2013/2014 rund 330.000 Euro allein für den Trainer fällig.

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Geld, das nicht alle Vereine der gleichen Liga aufbringen können. Weshalb Trainergehälter zu einem nicht unwesentlichen Teil davon abhängen, ob hinter dem Verein ein großer Sponsor steht, der auch für das Trainergehalt aufkommen kann. So kann es auch in der Bezirksliga sein, dass ein Übungsleiter ein vierstelliges Monatsgehalt bekommt. Die Regel aber ist das nicht in einer Liga, deren Trainer ihr Leben mit einem anderen Beruf finanzieren und für die das Trainergehalt oft nur ein Zubrot ist. Am Ende bleiben im Monat vielleicht ein paar hundert Euro, mit denen man die eigene Ausrüstung und zum Beispiel die Benzinkosten wieder hereinbekommt. Für einen Nebenjob, der zeitlich ziemlich aufwändig ist: durch die vielen Fahrtwege, Taktiküberlegungen, das Beobachten anderer Mannschaften und die Präsenz am Spielfeldrand.

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Zwei andere Faktoren spielen im Hinblick auf das Trainergehalt auch noch eine Rolle: Das Alter der Mitglieder der trainierten Mannschaft und die Ausbildung des Trainers. Für Kindermannschaften gibt es oft weniger Geld als für Seniorenmannschaften. Bei Jugendmannschaften entscheidet sich das Gehalt auch danach, ob es sich um eine A-, B- oder C- Mannschaft handelt. Und ein Trainer, der „nur“ eine vergleichsweise einfach zu bekommende C-Lizenz besitzt, wird im Normalfall weniger verdienen, als einer mit einer B- oder gar A-Lizenz.