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Volocopter sagt Spac-IPO ab und wird zum Flop für hunderte Kleinanleger

·Lesedauer: 2 Min.
CEO Florian Reuter führt Volocopter seit 2015. Die Gründer Alex Zosel und Stephan Wolf  sind nicht mehr in das Tagesgeschäft miteingebunden.
CEO Florian Reuter führt Volocopter seit 2015. Die Gründer Alex Zosel und Stephan Wolf sind nicht mehr in das Tagesgeschäft miteingebunden.

Es hätte ein großer Deal werden sollen: Das Flugtaxi-Startup Volocopter wollte sich per Spac an der US-Börse Nasdaq handeln lassen. Doch diese Pläne sind nun gescheitert, wie FinanceFWD berichtet und Gründerszene vorliegende Informationen bestätigen. Noch im Sommer hatte das Volocopter-Management davon gesprochen, dass eine Absichtserklärung bereits unterzeichnet sei. Nun habe man gemeinsam mit dem Spac-Partner entschieden, die Transaktion nicht zum Abschluss zu bringen. Wege zur Finanzierung des Unternehmens sollen kontinuierlich geprüft werden.

Das Unternehmen nennt das schlechte Börsenumfeld als Grund für den nun abgeblasenen Börsengang, vor allem für US-Wettbewerber seien IPOs nicht gut verlaufen, teilweise habe die Bewertung deutlich korrigiert werden müssen. Vor gut zwei Monaten hatte auch der deutsche Wettbewerber Lilium aus München bereits den Schritt über einen Spac gemacht – und dabei weniger Geld eingenommen als erhofft. Anzeichen, dass der Börsengang von Volocopter eventuell nicht stattfinden könnte, gab es bereits vor wenigen Wochen. Im Oktober hatte René Griemens, den das aus Bruchsal stammende Unternehmen unter anderem für diesen Schritt geholt hatte, bei Volocopter ausgeschieden.

Für die Crowd ein Flop

Brisant ist die Entscheidung derweil aus einem anderen Grund. Volocopter ist ein Unternehmen, das sich in seinen frühen Jahren Kapital durch eine Crowdfunding-Kampagne gesichert hatte. Mit großem Erfolg: Innerhalb weniger Tage war das ursprüngliche Ziel von 1,2 Millionen Euro erreicht. 750 mutige Kleinanleger vertrauten auf den Erfolg des Unternehmens, das angetreten war, einer der ganz großen Player im Mobility-Segment zu werden. Der Spac-Börsengang hätte sie für ihr Vertrauen belohnen sollen. Von einer Vervierzigfachung ihres Einsatzes war die Rede gewesen.

Im Vorfeld hatte Volocopter die Darlehensverträge zum Jahresende gekündigt. Den Kleininvestoren steht laut diesen eine spärliche Jahresverzinsung von einem Prozent zu, doch die erwarten für ihr Risikoinvestment mehr – und schrieben zuletzt einen Brandbrief an das Management. Um die Wogen zu glätten, wollte das Flugtaxi-Startup diese auch am Volumen der Spac-Transaktion beteiligen. Ohne diese bleibt den Crowdinvestoren nur eine sehr magere Rendite – was diese erzürnt. Aus dem hoffnungsvollen Startup ist mittlerweile ein Milliardenunternehmen geworden – nicht zuletzt dank des frühen Vertrauens der Kleinanleger.

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