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Volkswagens neue Anti-Tesla-Strategie in fünf Aktiencharts

Jan-Patrick Barnert
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Was für ein März für die Volkswagen AG: Der Aktienkurs ist auf dem Weg zum größten Monatsgewinn seit mehr als einem Jahrzehnt. Stämme und Vorzüge gerieten dabei ernsthaft aus dem Gleichgewicht und erinnerten an eine der größten Kurskapriolen in der Geschichte des deutschen Aktienmarkts.

Die Aktie startete ihren Höhenflug vergangene Woche. Investoren begannen sich mit dem Plan des größten deutschen Autoherstellers anzufreunden, Tesla Inc. als den größten Anbieter von Elektroautos der Welt abzulösen. In typischer Elon-Musk-Manier machte VW-Chef Herbert Diess ein ganze Reihe von Ankündigungen zu seiner Strategie, dem kalifornischen Rivalen das Wasser abzugraben.

Die starke Abweichung der beiden VW-Anteilsklassen ist dabei besonders bemerkenswert. Die stimmberechtigen Stämme stiegen in den letzten beiden Handelswochen weit mehr als die aktiver gehandelten Vorzüge. In der Spitze erreichte eine Stammaktie bis zu 327,20 Euro, während die Vorzüge lediglich auf bis zu 223,05 Euro kletterten. So groß war die Kurslücke zwischen den beiden Papieren zuletzt 2008. Damals versuchte die Porsche SE die viel größeren Wolfsburger zu übernehmen, was massive Käufe der Stammaktie zur Folge hatte und Volkswagen kurzzeitig zum wertvollsten Unternehmen der Welt machte.

Eine Erklärung für das aktuelle Auseinanderdriften ist möglicherweise in der Unkenntnis von US-Kleinanlegern über den Unterschied der Aktienklassen zu finden. Beide sind in den USA über sogenannte ADRs handelbar, doch diejenigen, die sich auf die illiquideren Stämme beziehen, waren weitaus stärker nachgefragt.

Normalerweise würden Arbitrageure auf eine solche Divergenz reagieren, indem sie die Stammaktien leerverkaufen und gleichzeitig in die Vorzüge investieren. Doch die Stämme sind so selten, dass diese Strategie nicht ohne weiteres im großem Stil umzusetzen ist. Porsche, Katar und das Land Niedersachsen halten mehr als 90%, damit sind die Möglichkeiten einer Aktienleihe begrenzt. Genau dieser Mangel hatte 2008 zu einem schmerzhaften Short Squeeze geführt.

Der Kursanstieg als solcher lässt sich von fundamentaler Seite durchaus begründen. Analysten haben die neuen EV-Pläne in ihre Modelle einbezogen, was zu höheren Kurszielen führte. Inzwischen ist das Aufwärtspotenzial gemessen am 12-Monats-Durchschnittsziel allerdings auf knapp 8% geschrumpft.

Bloomberg Intelligence: Volkswagen Will Tesla bis 2023 die Krone abnehmen

VW hat im vergangenen Jahr mehr als 9 Millionen Autos verkauft, Tesla lediglich gut eine halbe Million. Der Börsenwert von Tesla ist jedoch fast viermal größer als der von Volkswagen, nachdem die Aktien 2020 um 743% gestiegen sind.

Überschrift des Artikels im Original:Volkswagen’s Emergence as the Foil to Tesla in Five Stock Charts

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