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Volkswagen will bis 2030 sechs Batteriefabriken in Europa in Betrieb nehmen

·Lesedauer: 3 Min.
Logo von VW auf einem elektrischen ID.3

Volkswagen will zunehmend nachgefragte Batterien für seine Elektroautos künftig in eigens errichteten "Gigafabriken" in Europa fertigen. Der Autobauer kündigte am Montag an, gemeinsam mit Partnern bis 2030 sechs solcher Werke in Betrieb zu nehmen: die ersten im schwedischen Skelleftea sowie im niedersächsischen Salzgitter.

"Wir sichern uns langfristig eine Pole-Position im Rennen um die beste Batterie", erklärte Konzernchef Herbert Diess. Er sagte, sein Konzern sei "bei der E-Mobilität weltweit an vorderster Front" in Sachen Technologie und Umfang gewesen. "Jetzt wenden wir das gleiche Prinzip auf die Batterietechnologie an."

Gemeinsam sollen die sechs Batteriefabriken perspektivisch jedes Jahr Batteriezellen mit einer Energiekapazität von insgesamt 240 Gigawattstunden produzieren und damit den steigenden Bedarf an Batteriezellen "über 2025 hinaus absichern", wie Volkswagen mitteilte. Mögliche Standorte und Partner für die übrigen vier der Fabriken prüft Volkswagen nach eigenen Angaben noch. Der dritte Standort soll demnach in Südeuropa sein, der vierte in Osteuropa.

In Skelleftea soll den Angaben zufolge die Produktion gemeinsam mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt 2023 beginnen. Das schwedische Startup erklärte am Montag, in diesem Zusammenhang Aufträge von Volkswagen im Gesamtwert von umgerechnet 11,7 Milliarden Euro erhalten zu haben. "Volkswagen ist ein Schlüsselinvestor, Kunde und Partner auf der bevorstehenden Reise und wir werden weiterhin hart daran arbeiten, ihnen die grünste Batterie des Planeten zu liefern", erklärte Northvolt-Chef Peter Carlsson.

Sein Unternehmen teilte weiter mit, seinen Anteil an dem im Aufbau befindlichen Werk in Salzgitter an den Wolfsburger Autokonzern zu verkaufen. Volkswagen arbeitet seit 2019 mit Northvolt zusammen und hielt zuletzt nach eigenen Angaben 20 Prozent an dem schwedischen Unternehmen. Diese Beteiligung wird laut Northvolt erhöht - inwieweit, blieb vorerst ungewiss.

Seine "Gigafabrik" in Salzgitter unweit des Wolfsburger Stammwerks will Volkswagen allein betreiben und ebenso wie das schwedische Werk schrittweise auf ein jährliches Produktionsvolumen von umgerechnet bis zu 40 Gigawattstunden ausbauen. In Salzgitter soll 2025 die Produktion einer neuen "Einheitszelle für das Volumensegment" von Volkswagen beginnen.

Diese Zelle will der Konzern ab 2030 dann "in bis zu 80 Prozent" aller seiner Elektrofahrzeuge einbauen und dadurch die Kosten erheblich senken. "Unser Ziel ist es, eine Spitzenposition bei der globalen Skalierung von Batterien zu sichern", sagte Diess dazu am Montag.

Im Ergebnis will Volkswagen die Kosten für Batterien um bis zur Hälfte drücken - "auf deutlich unter 100 Euro pro Kilowattstunde", wie Technik-Vorstand Thomas Schmall betonte. "Damit wird die E-Mobilität endgültig erschwinglich und zur bestimmenden Antriebstechnologie", erklärte Schmall.

"VW vervollständigt seine Elektrifizierungsstrategie und übernimmt Verantwortung für den Automobilstandort Deutschland und Europa", lobte Grünen-Vizefraktionschef Oliver Krischer. So würden Arbeitsplätze in der Branche erhalten - "und nicht über die Beschwörung von unsinnigen synthetischen Kraftstoffen für den Verbrennermotor".

Zur Stärkung des Elektroantriebs will Volkswagen auch sein Ladenetz in Europa deutlich ausbauen. Bis 2025 soll das Schnellladenetz "im Verbund mit Partnern" auf rund 18.000 öffentliche Schnellladepunkte verfünffacht werden, wie der Konzern mitteilte. Allein damit sei dann ein Drittel des für 2025 prognostizierten Gesamtbedarfs abgedeckt. 400 Millionen Euro wollen die Wolfsburger dafür selbst zahlen, "weitere Umfänge werden von externen Partnern getragen".

Insbesondere in Deutschland und Großbritannien soll der Mineralölkonzern BP ein solcher Partner sein: Gemeinsam wollen die Konzerne laut Volkswagen insgesamt rund 8000 Schnellladepunkte an 4000 Tankstellen von BP und der Tochterfirma Aral europaweit aufbauen. BP bestätigte die Kooperation am Montag; "konkrete Details" würden in den kommenden Monaten vereinbart.

dwo/jm