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Volkswagen stellt sich auf Gegenwind ein: Der Tag mit Bloomberg

(Bloomberg) -- Europas größter Autohersteller präsentierte ein robustes Zahlenwerk für das vergangene Jahr und stockt die Investitionen insbesondere für Software und Elektroautos bis 2027 nochmals auf. Doch die dafür notwendigen Mittel aus dem operativen Geschäft zu erwirtschaften, dürfte für Volkswagen in den kommenden Monaten schwieriger werden.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

Im größten Einzelmarkt China stehen die Wolfsburger unter erheblichem Druck, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Der Aufbau von Batteriefabriken verschlingt enorme Summen, gleichzeitig wird der Wettbewerb auch in Europa härter. Zwar stellte Finanzvorstand Arno Antlitz weniger Lieferengpässe in Aussicht, doch sei bei der Volumenplanung Vorsicht geboten, da nicht alle inflationsbedingten Kosten an die Kunden weitergegeben werden könnten. Das heißt, VW muss bei der Produktivität zulegen — und das geht in der Regel mit unpopulären Maßnahmen einher.

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Unter dem Motto “Volkswagen presents a new ID” gibt die Kernmarke des Konzerns heute einen Ausblick auf einen kleinen Elektroflitzer, der weniger als 25.000 Euro kosten soll. Und im Süden berichtet die bayrische Konkurrenz ihrerseits über die Erwartungen für das Gesamtjahr. Bei BMW gibt es ohnehin noch Gesprächsbedarf, nachdem die vorab gemeldeten Zahlen bei den Investoren wenig Begeisterung ausgelöst hatten.

AKTUELLE MELDUNGEN:

  • Berlin trägt die Schlussfolgerungen der EU-Finanzminister zur Reform der Haushaltsregeln nun doch mit. In letzter Minute hatte die Bundesregierung durchgesetzt, dass die Mitgliedsländer mehr Mitspracherecht in dem Prozess erhalten.

  • BMW stellt für das laufende Jahr eine Ebit-Marge im Segment Automobile von 8% bis 10% in Aussicht.

  • Talanx peilt 2023 einen Versicherungsumsatz von rund 42 Milliarden Euro und eine Eigenkapitalrendite von mindestens 10% an.

  • Eon will seine Investitionen bis 2027 auf 33 Milliarden Euro ausweiten.

  • Der für die erfolgreiche Umstrukturierung der Credit Suisse versprochene Sonderbonus hängt an einem rund 70%igen Anstieg des Aktienkurses.

  • Moody’s hat den Ausblick für das US-Bankensystem auf negativ gesenkt von zuvor stabil.

  • Die Krise um die kollabierte Silicon Valley Bank hat in den USA zu einer Flucht der Sparer zu den Großakteuren im Finanzgeschäft geführt.

  • Über dem Schwarzen Meer hat ein russischer Kampfjet offenbar eine amerikanische Überwachungsdrone ohne Beschuss zum Absturz gebracht.

ANALYSEN:

  • Die Beschleunigung der monatlichen US-Kerninflation dürfte die Federal Reserve in ihrer Entschlossenheit bestärken, zur Bekämpfung der Inflation die Zinssätze anzuheben.

  • Kluncker-Runde 2.0 bei den Postlern? Wohl eher nicht.

AKTIENMÄRKTE | Die Börsen in Asien tendieren am Mittwoch freundlich, nachdem der MSCI Asia Pacific am Vortag 2,3% nachgegeben hatte. Anleger gehen davon aus, dass die gravierendsten Folgen der Krise um die amerikanische Silicon Valley Bank überstanden sind. In China ist der Einzelhandelsumsatz so deutlich gestiegen wie erwartet, während das Wachstum der Industrieproduktion minimal geringer ausfiel als gedacht. Die Wall Street erholte sich mit einem sehr festen Schluss etwas vom Kursrutsch der vergangenen Woche. Für den Handelsstart in Europa signalisieren die Futures eine Seitwärtsbewegung.

RENTENMÄRKTE | Die europäischen Staatsanleihemärkte gaben am Dienstag einen Teil der Rally der beiden vorangegangenen Sitzungen ab. Angesichts der Erholung von Bankaktien nahmen auch die Wetten auf Zinserhöhungen der EZB wieder zu. Der Zinsgipfel im Euroraum wird inzwischen bei 3,65% im Oktober gesehen, nachdem das am Geldmarkt eingepreiste Niveau nach dem SVB-Kollaps zeitweise auf 3,10% gefallen war. Heute beschafft Deutschland €1 Mrd über 2050-Anleihen und €1,5 Mrd über Papiere mit Laufzeit bis 2053. Auf der deutschen Konjunkturdatenagenda stehen Großhandelspreise und Leistungsbilanz. Für den Euroraum werden Zahlen zur Industrieproduktion vorgelegt.

ROHSTOFFMÄRKTE | Am Ölmarkt verteuert sich Brent am Mittwoch um deutlich über 1%, nachdem der Preis der Nordsee-Ölsorte am Dienstag um weitere 4% auf den tiefsten Stand seit Dezember gefallen war. “Bis es weitere Klarheit im Bezug auf die geldpolitische Entscheidung der Fed gibt, sollten sich Ölinvestoren erst einmal auf Volatilität einstellen”, erlärte Analystin Priyanka Sachdeva vom Broker Phillip Nova. Der starke Preisverfall scheine Überreaktion auf die SVB-Krise. Gold grenzt am Mittwoch den zweiten Tag in Folge die Gewinne der jüngsten Rally ein und ist wieder unter die Marke von $1.900 je Unze gerutscht.

TERMINE AM MITTWOCH

  • Quartalszahlen Europa: Eon, K+S, Lanxess, BMW, Talanx, Inditex, Hennes & Mauritz, OHB, Morphosys, Volkswagen-Konzern: Kernmarke VW

  • Konjunkturdaten Deutschland: Großhandelspreise, Konsumausgaben privater Haushalte, Konjunkturprognose des ifo-Instituts

  • 10:30 Umweltbundesamt präsentiert Prognose zur Treibhausgasbilanz 2022

  • Konjunkturdaten USA: Einzelhandelsumsatz, Empire State Manufacturing Index, Erzeugerpreise, Lagerbestände

  • 13:45 Bundeskanzler Scholz trifft schwedischen Ministerpräsidenten Kristersson

  • Fortsetzung Tarifverhandlungen für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsnbranche, Kaarst

  • Britischer Finanzminister Hunt stellt Haushalt im Parlament vor

©2023 Bloomberg L.P.