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Volkswagen-Chef Diess sagt, neue Fabriken würden Elon Musk „die Kraft rauben“

Tesla-Chef Elon Musk, links, und Volkswagen-Chef Herbert Diess. - Copyright: Brendan Smialowski and Tobias Schwarz/AFP via Getty Images
Tesla-Chef Elon Musk, links, und Volkswagen-Chef Herbert Diess. - Copyright: Brendan Smialowski and Tobias Schwarz/AFP via Getty Images

Volkswagen-Chef Herbert Diess sagte, die neuen Fabriken von Tesla könnten für Elon Musk und seinen Elektroauto-Giganten zur echten Herausforderung werden. „Elon muss zwei hochkomplexe Fabriken in Austin und Grünheide gleichzeitig hochfahren – und nebenbei die Produktion in Shanghai ausbauen“, sagte Diess am Dienstag, wie Reuters berichtete. „Das wird ihm Kraft abverlangen.“

So äußerte sich der VW-Vorstandsvorsitzende laut Reuters bei einem Meeting, bei dem es um die Auswirkungen von Problemen in der Lieferkette auf die Produktionsziele von VW ging. Diess sagte, dass Teslas Lieferengpässe den Weg für VW ebnen könnten, um das Unternehmen auf dem Markt für Elektroautos zu überholen, so Reuters. Ein Sprecher von Tesla reagierte nicht auf eine Anfrage von Business Insider.

Diess' Bedenken für Tesla spiegeln die von Musk wider. Vergangene Woche warnte der Tesla-Chef in einem Interview mit dem Club „Tesla Owners Silicon Valley“, dass die neuen Fabriken des Autobauers in Texas und Berlin zu „gigantischen Geldverbrennungsanlagen“ geworden seien. Milliarden Dollar Verluste seien die Folge.

Damals sagte Musk, dass der Mangel an Elektroauto-Batterien und die Engpässe in der Lieferkette, die durch den Lockdown in Shanghai verursacht wurden, es schwierig machten, die Produktion in den Fabriken hochzufahren. Es sei ihnen nur gelungen, eine „winzige“ Anzahl von Fahrzeugen herzustellen.

Tesla eröffnete beide Fabriken in Austin, Texas, und Grünheide, Brandenburg, im Jahr 2022. Die größte Produktionsstätte des Unternehmens befindet sich jedoch in Fremont, Kalifornien. Laut dem Reuters-Bericht kündigte Diess indes an, dass Volkswagen die Produktion in Deutschland und China hochfahren werde, weil sich die Halbleiterkrise langsam, aber sicher lege.

VW ist in den vergangenen Jahren verstärkt in die Elektroautoindustrie eingestiegen. Im April sagte Scott Keogh, CEO der US-Niederlassung von Volkswagen, zu Tim Levin von Business Insider, dass der Konzern mit den Elektroautos den US-Markt erobern wolle.

„Für mich ist das wie ein Formel-1-Rennen“, sagte Diess. "Das ist unsere Chance, in den ersten beiden Reihen zu stehen, wenn wir das Rennen beginnen." Wenn VW weiter auf Verbrennungsmotoren setze, stünden sie allerdings nur auf Platz zwölf, so Diess.

Obwohl Tesla immer noch 75 Prozent des Marktanteils für Elektroautos in den USA und 14 Prozent des weltweiten Anteils besitzt, ist VW ihm dicht auf den Fersen. In 2021 beanspruchte VW etwa elf Prozent des weltweiten Elektroauto-Marktes und verdoppelte seinen Absatz ab 2020. Experten haben bereits angedeutet, dass Tesla seine Krone wahrscheinlich bald verlieren könnte. Im Juni prognostizierte „Bloomberg Intelligence“, dass der Autobauer bis 2024 den Titel des größten E-Auto-Herstellers der Welt abgeben müsste. In dem Bericht hieß es auch, dass VW den Titel wahrscheinlich für sich beanspruchen werde.

Selbst Musk hat den Erfolg von VW in der Branche anerkannt. Im Mai sagte der Milliardär in einem Interview mit der „Financial Times“, dass Volkswagen neben Tesla die größten Fortschritte auf dem Markt für Elektroautos gemacht habe.

Dieser Artikel wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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