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Viscom AG: Geschäftsentwicklung auch im dritten Quartal weiterhin verhalten. Management bestätigt Jahresprognose.

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12.11.2019 / 07:55
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Viscom AG: Geschäftsentwicklung auch im dritten Quartal weiterhin verhalten. Management bestätigt Jahresprognose.

Umsatz: 60.709 TEUR (Vj.: 65.032 TEUR)
Auftragseingang: 61.188 TEUR (Vj.: 72.741 TEUR)
Auftragsbestand: 25.449 TEUR (Vj.: 27.486 TEUR)
EBIT: 699 TEUR (Vj.: 6.843 TEUR)
EBIT-Marge: 1,2 % (Vj.: 10,5 %)


Hannover, 12.11.2019 - Der Geschäftsverlauf der Viscom AG (ISIN DE0007846867) entwickelte sich im dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres weiterhin verhalten. Insgesamt wurden hier Umsatzerlöse von 18.314 TEUR erzielt. Damit liegt der Konzern kumuliert nach den ersten neun Monaten des Jahres bei einem Umsatz von 60.709 TEUR und damit um 6,6 % unter dem Wert des vergleichbaren Vorjahres (65.032 TEUR). Ursächlich für diese schwächeren Umsatzerlöse sind zum einen der weiterhin geringere Systemabsatz, insbesondere im Bereich der Röntgeninspektion und zum anderen Verschiebungen einiger Liefertermine.

Die aktuelle Konjunkturlage und die damit einhergehende Investitionszurückhaltung der Viscom-Kunden, insbesondere im Automobilzulieferbereich sowie der globale Preisdruck spiegeln sich weiterhin belastend im Auftragseingang in Höhe von 61.188 TEUR (Vj.: 72.741 TEUR) wider. Erfreulich hat sich im dritten Quartal jedoch die Auftragslage mit Systemen für den Bereich Consumer-Elektronik entwickelt. Hier wurden neun Systeme der Produktfamilie X7056 von einem Bestandskunden in Auftrag gegeben. Darüber hinaus konnte eine Vielzahl neuer Kunden, insbesondere im asiatischen Raum, gewonnen werden.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lag in den ersten drei Quartalen 2019 mit 699 TEUR um 6.144 TEUR unter dem Wert der korrespondierenden Vorjahresperiode. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 1,2 % (Vj.: 10,5 %). Maßgeblich wurde dieses Ergebnis durch erhöhte Personalaufwendungen aufgrund der vorgenommenen Kapazitätserweiterungen, höhere Wertberichtigungen auf Vorräte sowie einer geringeren Bestandsveränderung belastet. Als sofortige Kostenreduzierungsmaßnahme erfolgte ein signifikanter Abbau an Zeitarbeitern in der Produktion sowie produktionsnahen Bereiche. Darüber hinaus wurden Investitionen vorübergehend ausgesetzt beziehungsweise zeitlich gestreckt.

Mit rund 62 % der Umsätze war Europa die mit Abstand stärkste Region des Viscom-Konzerns und erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 einen Umsatz von 37.476 TEUR (Vj.: 38.188 TEUR) und lag damit annähernd auf Vorjahresniveau. Der Umsatz im Heimatmarkt Deutschland betrug 21.220 TEUR (Vj.: 18.541 TEUR).

Das Segmentergebnis in der Region Europa betrug 238 TEUR (Vj.: 5.333 TEUR), welches einer Marge von 0,6 % (Vj.: 14,0 %) entspricht. Maßgeblich für diesen Rückgang waren die bereits im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erläuterten Effekte.

In der Region Amerika entwickelt sich die kundenseitige Nachfrage weiterhin positiv. Die Nachfrage bei den Automotive-Kunden ist jedoch recht heterogen. Außerhalb der Automotive-Sparte ist weiterhin eine verstärkte Nachfrage nach Inspektionslösungen zu verzeichnen. Der Segmentumsatz in der Region erhöhte sich um rund 32 % von 6.690 TEUR auf 8.807 TEUR. Das Segmentergebnis wurde durch zunehmenden Preisdruck sowie geringere Leistungsverrechnungen aufgrund fehlender Direktumsätze belastet und betrug 112 TEUR (Vj.: 226 TEUR), welches einer Marge von 1,3 % (Vj.: 3,4 %) entspricht.

Die Umsatzerlöse in der Region Asien lagen bei 14.426 TEUR (Vj.: 20.154 TEUR) und es konnte aufgrund des starken Margendrucks sowie fehlender Direktumsätze der Viscom AG in die Region und der damit verbundenen Leistungsverrechnungen nur ein Ergebnis von 127 TEUR (Vj.: 1.820 TEUR) sowie eine entsprechend korrespondierende EBIT-Marge von 0,9 % (Vj.: 9,0 %) erzielt werden. Die getätigten Umsätze wurden überwiegend mit Kunden aus dem Segment Automotive und dem Bereich Computer, Communication und Consumer erwirtschaftet. Auch das Servicegeschäft litt unter einem starken Margendruck, da besonders in China die Importzölle auf Komponenten wie Kameramodule stark erhöht wurden. Eine Verbesserung der Marktlage zum vierten Quartal ist nicht zu erwarten.

Aktuelle Analysen für das Jahresende ergeben jedoch, dass der Viscom-Konzern die am 30. Juli 2019 angepasste Jahresprognose mit einem Umsatz zwischen 85 und 94 Mio. EUR und einer EBIT-Marge von 5 bis 9 % erreichen wird.

Den Konzern-Quartalsfinanzbericht zum 30. September 2019 finden Sie ab sofort auf der Internetseite www.viscom.com unter der Rubrik Investor Relations.

KONZERN-KENNZAHLEN

Konzern-Gesamtergebnisrechnung   01.01.-30.09.2019 01.01.-30.09.2018
Umsatzerlöse TEUR 60.709 65.032
EBIT TEUR 699 6.843
EBIT-Marge % 1,2 10,5
Periodenergebnis TEUR 678 5.256
Ergebnis je Aktie EUR 0,08 0,59
Mitarbeiter zum Quartalsende   484 471
Konzern-Bilanz   30.09.2019 31.12.2018
Aktiva      
Kurzfristige Vermögenswerte TEUR 63.966 67.045
Langfristige Vermögenswerte TEUR 25.768 14.758
Gesamtvermögen TEUR 89.734 81.803
Passiva      
Kurzfristige Schulden TEUR 19.579 18.659
Langfristige Schulden TEUR 13.950 3.846
Eigenkapital TEUR 56.205 59.298
Gesamtkapital TEUR 89.734 81.803
Eigenkapitalquote % 62,6 72,5
Konzern-Kapitalflussrechnung   01.01.-30.09.2019 01.01.-30.09.2018
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit TEUR 4.859 -2.312
Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR -3.519 -3.497
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit TEUR -4.211 -5.379
Finanzmittelbestand Ende der Periode TEUR -411 399
 

 

SEGMENTINFORMATIONEN

    01.01.-30.09.2019 01.01.-30.09.2018
EUROPA      
Umsatzerlöse TEUR 37.476 38.188
EBIT TEUR 238 5.333
EBIT-Marge % 0,6 14,0
AMERIKA      
Umsatzerlöse TEUR 8.807 6.690
EBIT TEUR 112 226
EBIT-Marge % 1,3 3,4
ASIEN      
Umsatzerlöse TEUR 14.426 20.154
EBIT TEUR 127 1.820
EBIT-Marge % 0,9 9,0
Konsolidierungsdifferenzen EBIT TEUR 222 -536

 

Über Viscom
Die Viscom AG entwickelt, fertigt und vertreibt hochwertige Inspektionssysteme. Das Portfolio umfasst die komplette Bandbreite der optischen Inspektion und Röntgenprüfung. Im Bereich der Baugruppeninspektion für die Elektronikfertigung gehört das Unternehmen zu den führenden Anbietern weltweit. Die Systeme von Viscom lassen sich kundenspezifisch konfigurieren und miteinander vernetzen. Hauptsitz und Fertigungsstandort ist Hannover. Mit einem großen Netz aus Niederlassungen, Applikationszentren, Servicestützpunkten und Repräsentanten ist Viscom international vertreten. Gegründet 1984 notiert die Viscom AG seit 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse (ISIN: DE0007846867). Weitere Informationen finden Sie unter www.viscom.com.


Soweit diese Meldung Prognosen oder Erwartungen enthält oder Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Aussagen mit Risiken und Ungewissheiten behaftet sein. Daher können wir nicht garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, nationale und internationale Gesetzesänderungen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.




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30455 Hannover
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