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VIRUS: Veranstaltungstechnik vor dem Kollaps - Appell an Politik

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Branche der Veranstaltungstechnik in Deutschland hart. Für den April seien sämtliche Aufträge storniert worden und der Umsatz komplett weggebrochen, sagte der Chef des Anbieters Satis&Fy, Nico Ubenauf, am Donnerstag in Frankfurt.

Gemeinsam mit neun anderen Firmen appellierte er an die Bundesregierung, den Unternehmen mit direkten Finanzhilfen unter die Arme zu greifen. Die branchenweit eingeleiteten Möglichkeiten der Kurzarbeit reichten nicht aus, um die Fixkosten zu bewältigen.

"Die Insolvenzgefahr ist riesengroß", sagte der Chef einer internationalen Unternehmensgruppe mit einem Umsatz von 130 Millionen Euro und rund 500 Mitarbeitern in Deutschland. Auf den schlagartigen Komplettabbruch des Geschäfts sei kein Unternehmen der Branche vorbereitet. Eher habe man sich zu Jahresbeginn auf einen weiteren Ausbau der Kapazitäten vorbereitet.

Die von Bund und Ländern angekündigten Hilfen wie Kurzarbeit, Steuerstundungen und Bürgschaften gingen zwar in die richtige Richtung, reichten aber nicht aus. Die Unternehmen benötigten rückzahlbare Finanzspritzen in der Größenordnung von 3000 Euro pro Festangestelltem im Monat. Nur so könnten die Arbeitsplätze erhalten werden, sagte Ubenauf.