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VIRUS: Südtirol erstaunt über Einstufung als Corona-Risikogebiet

BOZEN (dpa-AFX) - Südtirol hat mit Unverständnis auf die Einstufung als Coronavirus-Risikogebiet durch Deutschland reagiert. Wie eine Sprecherin des Landeshauptmanns Arno Kompatscher in Bozen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte, halte die Provinz in Norditalien alle nationalen und internationalen Vorgaben für Tests auf den Erreger der neuen Lungenkrankheit ein. Südtirol selbst habe bisher nur zwei Infektionsfälle registriert, sagte Elisabeth Augustin. Einer davon sei noch nicht durch die zuständigen Stellen in Rom bestätigt. Der zweite Mensch sei bereits wieder auf dem Weg des Gesundwerdens. Südtirol ist ein beliebtes Reiseziel.

Wie die Sprecherin weiter betonte, werde Südtirol in Italien selbst nicht als eines der gefährlichen Gebiete eingestuft, im Gegenteil. Man sei mit der deutschen Seite im Kontakt, hieß es.

Italien insgesamt ist das Land in Europa, das am stärksten von der Infektionswelle durch den Erreger Sars-CoV-2 betroffen ist. Dort gab es schon mehr als 3800 Infektionen.

Das Auswärtige Amt hatte zuvor seine Reisehinweise für Italien erweitert. Bundesbürger sollen nun auch von nicht erforderlichen Reisen nach Südtirol absehen. Bereits vorher wurde von nicht nötigen Reisen in die Regionen Emilia-Romagna und Lombardei sowie in die Stadt Vo in der Region Venetien abgeraten. Das Robert Koch-Institut in Berlin hatte Südtirol zuvor als Risikogebiet eingestuft.