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VIRUS/ROUNDUP: Kurzarbeitergeld-Erleichterungen sollen schneller kommen

BERLIN (dpa-AFX) - Wegen der Corona-Pandemie soll der Bundestag schon an diesem Freitag Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld beschließen. Das verlautete am Donnerstag aus den Koalitionsfraktionen. Unter anderem ist vorgesehen, dass Betriebe bereits dann Kurzarbeitergeld beantragen können, wenn nur zehn Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Drittel. Das Kabinett hatte die Neuregelung erst am Dienstag auf den Weg gebracht. Ursprünglich war vorgesehen, dass der Gesetzentwurf an diesem Freitag lediglich in den Bundestag eingebracht und erst Ende des Monats verabschiedet wird.

Mit dem Kurzarbeitergeld sollen Unternehmen ihre Belegschaft auch in einer angespannten wirtschaftlichen Situation halten können. Deshalb übernimmt die Bundesagentur für Arbeit (BA) 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden. Durch die Neuregelung sollen mehr Betriebe als bisher von dieser Leistung profitieren können. Zudem wird die Grenze für die Auszahlung von 12 auf 24 Monate verschoben. Auch für Leiharbeiter soll zudem Kurzarbeitergeld gezahlt werden können.

"Wir wollen die Auswirkungen der Krise auf die arbeitenden Menschen und die Volkswirtschaft eindämmen", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, der Deutschen Presse-Agentur. "Deshalb spannen wir einen Schutzschirm für Arbeitsplätze." Man werde die Tagesordnung des Bundestages an diesem Freitag kurzfristig ändern, um die krisenbedingte Ausweitung des Kurzarbeitergeldes zu beschließen.