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VIRUS/Maas: Außenpolitik muss in Corona-Krise neue Wege gehen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Corona-Krise wird nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas die internationale Politik deutlich verändern. "Die Außenpolitik lebt vom sich treffen, sich miteinander unterhalten", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag dem Fernsehsender Welt. Mittlerweile werde aber nahezu jede internationale Konferenz abgesagt. "Deswegen wird die Diplomatie diese Krise nutzen müssen, um auch neue Wege zu gehen, um auch neue Arten der Kommunikation miteinander zu finden", betonte Maas. "Manches wird dadurch vielleicht sogar einfacher werden."

Am (morgigen) Freitag wollte Maas sich eigentlich in Prag mit den Außenministern aus Tschechien, Polen, Ungarn und der Slowakei treffen. Nun ist eine Videokonferenz geplant. Auch das für Ende März geplante Außenministertreffen der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) in der US-Metropole Pittsburgh wurde bereits am Mittwoch abgesagt und in eine Videoschalte umgewandelt. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union berieten am Dienstag ebenfalls per Video über den Kampf gegen das Coronavirus. Ob der EU-Frühjahrsgipfel am 26. und 27. März in Brüssel stattfindet, ist noch unklar.